Leise fällt der Schnee zur Nacht,
hat die Welt ganz still gemacht.
Bäume tragen weiße Kronen,
träumen, ohne es zu lohnen.
Frieden ruht auf jedem Dach.
Sanft verhüllt ein kaltes Kleid
Flur und Feld in Zärtlichkeit.
Spuren führen sacht ins Weite,
wo der Winter leis’ begleite,
was im Sommer einst gedeiht.
Kinder lachen, fröhlich, bunt,
rollen Kugeln, rund um rund.
Aus dem Frost wird Lust geboren,
Zeit scheint plötzlich unverloren,
und die Freude hat Grund und Grund.
Fenster glänzen warm und klar,
innen klingt ein Lied so wahr.
Kerzenlicht und Schnee verweben,
zart durchzieht ein stilles Leben
jeden Raum, so wunderbar.
Und wenn dann der Morgen graut,
niemand mehr den Winter traut,
glitzert doch im ersten Scheinen
ein Versprechen zwischen den Zeilen:
Schnee, der leise Schönheit baut.
Wo lebt Gott? Das ist die Frage!
Kein Denken mehr mit Maske.
Kein Wort mehr ohne Licht. Kein
Blick mehr mit Lügen. Kein Weg
mehr ohne Herz. Nur Klarheit.
Und das Leben ohne Wunden.
Und [ ... ]
Die Kerzen leuchten warm und hell,
Ein letztes Mal in diesem Haus, so schnell.
Familie kommt von nah und fern,
Ein jeder Blick ein kleiner Stern.
Die Kinder lachen, spielen froh, [ ... ]