Der Sommer ruft mit lauter Pflicht:
„Komm raus, es scheint, das Licht ist Licht!“
Doch Herbst, der milde, nickt nur sacht
und sagt: „Verweile, träum bei Nacht.“

Er legt dir Nebel sanft ins Haar,
die Stille wird dir wunderbar.
Kein Drängen mehr, kein greller Ton –
nur Atmen, Ruhen, Zeit zum Schon’.

So lehnt sich Herz an Jahresrand,
die Welt wird weich in seiner Hand.

Der Herbst ist Freund, er spricht:

„Vertrau – der Herbst legt Trost in jedes Grau.“


© TIMO ERTEL


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