Die Tage sinken leise nieder,
ihr Licht verrinnt in sanfter Spur.
Die Felder atmen kühle Lieder,
der Sommer schweigt in goldner Uhr.
Ein Blatt – es tanzt im Kreis der Zeiten,
ein Zeichen, das im Fallen spricht:
„Lass los, was du nicht kannst begleiten,
vertraue mir – verlier das Licht.“
Die Äste lehren uns Entbehrung
mit einer Würde, klar und still.
Verlust ist keine Störung –
er dient dem Werden, wie es will.
Im Nebel geht der Blick nach innen,
wo reife Stille Wurzeln schlägt.
Der neue Anfang liegt im Spinnen
des Fadens, der ins Herz sich legt.
So spricht der Herbst in sanften Dingen,
und jedes Blatt wird zum Symbol:
Wer lernt, im Wandeln fortzuschwingen,
begreift – Verzicht ist auch ein Ziel.
Einst lebte eine braune, große Stute auf einem wohlhabenden Reitergut. Sie war klug und lernte schnell, was ihr beigebracht wurde. Doch die Stute gehörte einem strengen Herrn, der sie unentwegt [ ... ]
Der Moment, da die Schuhspizen über den Rand einer Klippe ragen , das Mark in den knochen zu gerinnen beginnt und der Geist zwischen Abchied und Heimweh gemeinsame Tränen vermischen, ist der [ ... ]
Ich bin ein Schmetterling aus Glas,
Mit bunten Flügeln
Aus Glas.
Schillernd.
Vielleicht denkt ihr, das wäre instabil.
Weil Glas als instabil gilt.
Aber Glas fliegt nicht einfach weg. [ ... ]
Ein Schiff aus Nacht, aus Harz und alten Speeren,
getränkt vom Schweigen längst versunk'ner Zeit.
Kein Steuermann – nur Sterne, die nicht kehren,
ein Kranz aus Licht im Kleid der [ ... ]