Der Sommer glänzt mit Überfluss,
verspricht in Licht ein stilles Mehr,
doch in der Fülle liegt Verdruss,
denn nichts bleibt ewig sonnenleer.
Die Bäume raunen rot und gold,
ihr Blättern spricht vom sanften Gehen.
Vergänglichkeit, so warm, so hold,
lehrt uns, im Fallen aufzustehen.
Wenn Blätter sinken, steigt das Herz
empor in Räume voller Fragen.
Erinnerung – ein süßer Schmerz,
der durch das Jetzt beginnt zu tragen.
In kühler Luft am Abendrand
verstummt der Lärm, der uns bedrängt.
Da lauscht die Seele, still gebannt,
wie Zeit sich in Bedeutung senkt.
Denn nicht der Glanz, der kurz verweht,
prägt tief das Wesen unsrer Tage,
es ist der Wandel, der besteht –
die leise Antwort auf die Frage.
Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
getragen von Stimmen, doch kennt man ihn nicht.
Ein Flüstern wird lauter, ein Schatten wird groß,
und plötzlich erscheint etwas völlig [ ... ]
Im Flüstern des Windes, uralt und sehr klar,
ruft eine Stimme von weitem und ganz fernem Jahr:
„Sei frei, sei frei“, trägt sie mich fort,
hinaus aus Ketten, hinaus [ ... ]
Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
Stufe zur Liebe. Morgens
war die Stufe einfach weg.
Und keiner weiss [ ... ]
Wenn Lebenslinien sich kreuzen
Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
Glück ist nicht planbar
Unglück auch nicht
Das Selbst [ ... ]
Der Geier singt ein Lied.
Der Löwe fliegt zur Post.
Der Bär kauft ein Klavier.
Und die Sonne scheint.
Und die Welt spielt. Und
jeder Traum findet Gold.