Die Wege liegen still im Morgen,
ein Nebelschleier deckt das Tal.
Die Bäume rauschen, sacht geborgen,
ihr goldnes Laub fällt ohne Zahl.

Ein Schritt erklingt im matten Grase,
der Wald empfängt mich kühl und weit.
Die Luft ist klar, wie helle Glase,
und trägt den Duft von Einsamkeit.

Die Auen ruhn in sanften Farben,
ein Fluss zieht träge sein Geleit.
Wo einst die Sommervögel warben,
trägt nun der Wind Vergänglichkeit.

Und doch erblüht im stillen Wandern
ein neuer Trost im welken Land:
Was heut verweht in matten Fländern,
kehrt bald als Blüte neu ins Band.


© TIMO ERTEL


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Beschreibung des Autors zu "Herbstbeginn"

Das Gedicht verbindet die romantische Naturbeobachtung mit der symbolischen Herbstwanderung – zwischen Vergehen und leiser Hoffnung.

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