Frühling
Der Frühling naht mit linden Lüften,
ein Klingen hebt die Erde an.
Aus Blüten steigen süße Düften,
und neues Leben hebt den Bann.
Sommer
Der Sommer glänzt in reifen Gluten,
das Feld erstrahlt in voller Pracht.
Die Wälder rauschen, Wiesen bluten,
ein goldner Tag durchglüht die Nacht.
Herbst
Der Herbst legt Farbenglut ins Schweigen,
die Ernte ruht im vollen Krug.
Die Blätter sinken, Stürme steigen,
der Himmel färbt sich grau genug.
Winter
Der Winter hüllt die Flur in Schweigen,
die Erde träumt im weißen Kleid.
Die Sterne überm Schnee sich zeigen,
und alles ruht in Ewigkeit.
Ewiger Reigen
So tanzt die Welt in stillen Kreisen,
der Zeiten Fluss rinnt ohne Rast.
Ein Werden, Wandeln, Weiterreisen –
bis neu sich Herz und Erde fasst.
Dieses Gedicht vereint nun die vier Jahreszeiten namentlich und schließt sie in einem romantischen Zyklus.
Es ist sehr nah an der Tonlage klassischer Naturlyrik, aber mit einem philosophischen Unterton von Wandlung und Kontinuität.
Ich sehe das Leben als Geheimnis.
Als Traum. Als Spiel. Als Reise.
Und ich weiss: "Die Augen! Die
Ohren! Die Worte!" Und die
Phantasie. Und das Denken finden
nur Gold. Mit etwas Mut. Mit [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]
Ein jeder hat es schon erlebt,
dass trübe Zeit ins Leben dringt,
kein Sonnenstrahl den Himmel hebt
und still das Herz in Schwere sinkt,
indes das Auge leise weint.