Frühling
Der Frühling naht mit linden Lüften,
ein Klingen hebt die Erde an.
Aus Blüten steigen süße Düften,
und neues Leben hebt den Bann.

Sommer
Der Sommer glänzt in reifen Gluten,
das Feld erstrahlt in voller Pracht.
Die Wälder rauschen, Wiesen bluten,
ein goldner Tag durchglüht die Nacht.

Herbst
Der Herbst legt Farbenglut ins Schweigen,
die Ernte ruht im vollen Krug.
Die Blätter sinken, Stürme steigen,
der Himmel färbt sich grau genug.

Winter
Der Winter hüllt die Flur in Schweigen,
die Erde träumt im weißen Kleid.
Die Sterne überm Schnee sich zeigen,
und alles ruht in Ewigkeit.

Ewiger Reigen
So tanzt die Welt in stillen Kreisen,
der Zeiten Fluss rinnt ohne Rast.
Ein Werden, Wandeln, Weiterreisen –
bis neu sich Herz und Erde fasst.


© TIMO ERTEL


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Beschreibung des Autors zu "Die Jahreszeiten"

Dieses Gedicht vereint nun die vier Jahreszeiten namentlich und schließt sie in einem romantischen Zyklus.
Es ist sehr nah an der Tonlage klassischer Naturlyrik, aber mit einem philosophischen Unterton von Wandlung und Kontinuität.

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