Nichts bewegt die Sille dieser zähen Elemente.
Blätter werfen Schatten, in bewegungslosem Sein.
Allem bricht der Wille, selbst dem Geist versagt das Denken.
Stürme, die wir hatten, bilde ich mir wünschend ein.
Müde wirkt mein Antlitz, tief versunken unterm Baume.
Irgendwo, im Grase, zirpt die Grille ganz allein.
Agression wird leicht erhitzt und hält sich recht in Zaume.
Die Überlebensphase lässt mich harrend, unbeweglich sein.
Großzügig verschwendet dieser Himmel blaue Farbe.
Blinzelnd sucht mein Auge jenes Wölkchen weit und breit.
Jedes Ding, was Schatten spendet sei mir Gottes Gabe.
Der Kelch, aus dem ich sauge, hält nur warmes Nass bereit.
Stöhnend singen Stimmen Klagelieder in die Ohren.
Feurig sehnt mein Herz den Sonnenuntergang herbei.
Mein Beifall will beginnen, denn die Bühne ist erkohren,
für die Nacht, die himmelwärz bekundet,
juch, es sei vorbei.
Kommentar:Lieber Jens,
das ist ja mal ein gefühlvoller Wetterbericht.
Und bei deinem Foto hast du doch nicht etwa einen Fön verwendet? :-)
Liebe Grüße Wolfgang
Kommentar:Hi Jens, ja die Natur ächzt draußen. Bei mir in der Bude sind es genau 10° weniger und der Lüfter meines Rechners dröhnt mir schon zu laut. Ich glaube ich muss meine Zeichenstunde wieder in die Nacht verlegen, denn ich will es nicht nochmal erleben, dass ein Rechner schlapp macht. Ab einer Raumtemperatur von 36° habe ich mal gelesen, sollte man die Rechner ausschalten.
Sehr nachvollziehbares Gedicht! Man schwitzt schon beim Lesen! :-)))))
Kommentar:Hallo ihr Lieben.
Wenn in der Innenstadt noch ein Bäumchen übrig ist, würde man dort bestimmt an einer Schlange anstehen, wo ein Kassierer sitzt, um Schattengeld einzufordern.
Herzlichen Dank für euer Lesen und die lieben Worte.
Ja, wir echtzen wohl alle überall.
Ps. Lieber Wolfgang, ich habe für das Foto etwas nachgeholfen, doch am Folgetag war es wirklich fast soweit.
Wie oft sprach man leicht übertrieben davon vierzig Grad im Schatten zu haben?
Heute genieße ich ein leichtes Windchen und die Wolken dazu mit einer Brise Nieselregen dazu.
Liebe herzliche Grüße von Jens
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Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.