Zuerst so statisch,
von Winden geschüttelt
setzt ein Zerren ein.

Dieses mittelgraue Himmelslicht
vor Augen, so fremd und die
entlaubten Bäume so nah -

im fraglichen Raum, ins Ende
definiert, von schmallippigen
Reflexen umwortet.

Das bewegte, rostende Blatt
im Moment der Freiheit
liegt jetzt auf schwarzschmutziger Erde.

Das Blatt.
Das Einzige seiner Art
vor mir.

Nun laß` mich gehen

© Volker Harmgardt


© (C) Volker Harmgardt


30 Lesern gefällt dieser Text.

Unregistrierter Besucher






Unregistrierter Besucher

Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher


Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher

Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher


Beschreibung des Autors zu "Nun laß` mich gehen"

Dem Leben ist Vergänglichkeit
näher als alles andere.
Sie ist eine gute Bekannte
und spricht kein Wort.

Diesen Text als PDF downloaden




Kommentare zu "Nun laß` mich gehen"

Re: Nun laß` mich gehen

Autor: Verdichter   Datum: 05.11.2017 19:31 Uhr

Kommentar: Lieber Volker, das einzelne Blatt fällt, damit sich eine schützende Korkschicht zwischen Ast und Blattansatz bilden kann. Damit wird der Baum vor Frost geschützt. Wenn der Mensch die Vergänglichkeit in seinem Leben aus Sicht des Baumes sehen könnte, würden nicht offene Wunden zurückbleiben, sondern eine Schutzschicht....

Gruß, Verdichter

Re: Nun laß` mich gehen

Autor: possum   Datum: 05.11.2017 22:59 Uhr

Kommentar: Manchmal ist dieses ... Gehen ... ein Dürfen ...
dies hört sich eventuell gar unverständlich hart an,
aber auch das Ende besitzt eine Weiche ... Alles Alles Liebe! glG!

Re: Nun laß` mich gehen

Autor: Volker Harmgardt   Datum: 13.11.2017 18:19 Uhr

Kommentar: Hallo Verdichter,
danke für Deinen Kommentar, ja,
genau so ist es mit der Schutzschicht !
Die gefallenen Blätter jedoch werden von
Kleinstlebewesen wie Insekten
oder Pilzen über die Jahre zersetzt,
und es kann so aus dem entstandenen
Humusboden (versorgt die Pflanzen
und Bäume über ihre Wurzeln) der
Kreislauf des Baumlebens
im Frühling wieder aufs Neue
beginnen.
Herbst-winterliche Grüße,
Volker

Re: Nun laß` mich gehen

Autor: Volker Harmgardt   Datum: 13.11.2017 19:07 Uhr

Kommentar: Liebe possum,
das ist jenes Wunderbare, aus
bunter, leuchtender Blätterpracht
gedeiht wieder Leben, so hat das
Ende einen Anfang.
Momentan bin ich noch von den
Farben mit hellem Gelb über grelles
Rot bis hin zu tiefem Violett verzaubert.
Das ist etwas Besonderes !
"Gehen dürfen, wann man möchte....!",
ist eine herrliche Zeile, eine himmlische
Botschaft.
Herzlichen Dank für Deine Worte,
Volker

Re: Nun laß` mich gehen

Autor: Ralf Risse   Datum: 15.11.2017 19:08 Uhr

Kommentar: Ein Kreisen, hineingeworfenes Mitreisen, beobachten und resümieren ... sehr schön " umwortet ". Wir sind alle nur Blätter, man ahnt es und doch ...

LG Ralf

Re: Nun laß` mich gehen

Autor: Volker Harmgardt   Datum: 28.11.2017 1:52 Uhr

Kommentar: Hallo Ralf,
danke für Deine einprägsamen Worte,
nun ja, wir sind mittendrin und verhalten
uns, als wären wir weit draußen.
Was da auf unserem Planeten geschieht
ist eine große Beleidigung an Mutter Natur.
Und niemand zieht die Reißleine !!!
Wir sind alle nur kleine Blätter
vom großen Baum.
Möge dieser Baum noch lange leben.
Gruß an Dich,
Volker

Kommentar schreiben zu "Nun laß` mich gehen"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.