Noch liegt der Sommer warm auf manchen Wegen,
doch zeigt er eine leichte Müdigkeit,
die ihn schon bald von seinem Tun befreit,
er zieht nun früh der Dämmerung entgegen.
Man möchte seine letzten Tage pflegen,
spürt seinen Hauch wie eine Zwischenzeit,
und gibt ihm noch ein kleines Stück Geleit,
dann wird er sich behutsam niederlegen.
Nach eingebrachter Ernte Freudenfeste,
was übrig bleibt, wird Tieren hingelegt,
mit Dankesworten, weil's für alle reicht.
Und Oma strickt an einer neuen Weste,
die sie sich wärmend um die Schultern legt,
sobald der Nebel durch die Gassen schleicht.
Kommentar:Wunderschöne Wortmalerei. Ich kann es sehen und das ist immer mein bestes Indiz dafür, ob mich etwas berührt.
Deine Zwischenzeit hat mich berührt - und diese heimelige Wehmut geweckt, die der gehende Sommer hinterlässt.
Kommentar:Herzlichen Dank für Dein Gefallen, Gunnar.
Ich sehe dem Sommer nicht unbedingt mit Wehmut hinterher. Aber es ist doch ein Abschied und gleichzeitig eine Vorfreude auf die kühlere, farbenfrohe Herbstzeit.
Liebe Grüße
Regina
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