Im Sommerlind am Abend fein.
Die Glühwürmchen schenken uns Licht
und in Gedanken, wie könnts sein,
manch Sehnsuchsmelodie leis spricht.
Um aufzuschreiben was bewegt,
aus liebend Herz, das pochend schlägt.
Das Lied der Nachtigall erklingt
und Himbeeren dazu ganz frisch.
Der Garten reiche Ernte bringt,
ein Gläschen Wein auf meinem Tisch.
Manch Städter nun der Stadt entflieht,
hin wo der Bussard Kreise zieht.
Wo die Natur noch ist Natur
und auf der Wiese Kühe stehn,
dorthin zieht es den Städter nur.
Am Firmament die Sterne gehn,
ins Endlosweit in solcher Pracht,
grad so, dass uns das Herz so lacht.
Für mich braucht es doch keine Ferne,
die Ansichtskarten hab ich hier,
die von den andern schau ich gerne
und lächle still, avec plaisir.
Wenn Sommerlind im Abendschein
Glühwürmchen zart nur hier allein.
Wenn wir vermögen festzuhalten, all das was uns so sehr bewegt,
um Worte Zeilen zu gestalten, darüber von dem was erlebt -
in all der Zeit die wir erfahren und auch in all den vielen Jahren...
Die Natur als Poesie. Wiese und
See. Himmel und Stille. Frieden
und Spass. Das pure Leben. Da
sind die Worte da. Und die
Phantasie kann spielen. Und
Du hast den Blick für all das.
Und die Sprache. Und gibst
jedem Blick ein Herz. Und die
Liebe, die jedes Wort rettet.
Und leben lässt. Das Leben
kann schon ein Traum sein.
Und so lange der Kopf lebt
ist es das auch! Ein
berührendes Gedicht. Ich
wünsche einen herrlichen
Nachmittag. Grüsse aus
Berlin. Bis dann! Klaus
alle beiden Bilder sind von Seen in meiner unmittelbaren Umgebung die mehr als naturbelassen sind und wo man in einigen Bereichen im Sommer sogar schwimmen darf - die Bereiche wo die Fische sind, in die darf man jedoch nicht hinein, umgekehrt schon ;-))
Es ist natur pur und so etwas wahrzunehmen ist mir Inspiration, so wie mein Garten, aus dem ich gerade vorhin eine Schüssel mit Himbeeren gepflückt habe um sie mit Vanilleeis als Nachtisch zu reichen.
Die Vögel mit ihren Jungen im Garten fordern mich zweimal am Tag, die Futterstellen aufzufüllen und sind mit Blau- und Kohlmeisen, Sperlingen, Stieglitz, Amsel und Drossel sowie Elster zahlreich vertreten, dazu am See meine Schwanenfamilie mit ihren sechs Jungen, die nunmehr schon so groß sind wie Enten.
Heute morgen großes Gezeter als ein ganzer Schwarm an Wildgänsen, ich hatte mehr als 16 Stück gezählt anlandete am Wasser. Es hat keine fünf Minuten gedauert bis der Schwanenvater die unerwünschten und recht lauten Gänse von seinem Revier wieder vertrieben hatte. Laut schreiend zogen sie dann wieder ab und über meinen Garten hinweg ;-))
Das ist Natur pur und ich bin unendlich dankbar so etwas erleben zu dürfen.
Der Juli mit meinen Eindrücken, als kleine Ehrerbietung an den von mir so hochgeschätzten Erich Kästner, wobei ich mich lediglich an sein Reimschema etwas angelehnt habe.
Ich danke dir und schicke liebe Grüße aus dem nun etwas erträglicherem Waldviertel wo es gestern heftig gewittert hatte.
Kommentar:Hallo Uschi,
der Juli zeigt sich heuer wie ein schlecht gelaunter April!
Auf Rekordhitzetage und -nächte folgen Donner, Wind und Regen, als wollte er uns sagen, ich kann auch extremer!
Aus deinen Wortbildern spricht viel heimatverbundenes Fühlen, das Ich gut nachvollziehen kann. Vielleicht braucht es dazu aber hin und wieder fernes Erleben, um das Zuhause umso mehr zu schätzen!
Gern eingetaucht in dein Naturseefeeling und LG
Manfred
du hast recht, die letzten Tage bekamen wir sprichwörtlich kalt-warm ab. Das Problem ist, der Boden der völlig trocken ist, vermag nur bedingt nach ergiebigen Niederschlägen das Wasser aufzunehmen was hierzulande manchmal zu Vermurungen führen kann. In manchen Ortschaften wurde sogar das Trinkwasser knapp und es kam zu Einschränkungen zwischen 22 und 6 Uhr.
Durch meine beiden Hunde komme ich nicht so arg viel raus, aber es mag schon stimmen, wenn man aus der Fremde zurückkommt, schätzt man die Heimat möglicherweise wieder mehr und sieht sie mit anderen Augen.
Als ich noch in der Verlags- und Zeitungsbranche war, kam ich viel herum, ich war in Amerika, Israel und Italien, überall schöne und beeindruckende Begebenheiten und doch war ich froh wieder zurück kehren zu können.
Die vielen Teiche hier im Waldviertel haben schon ihren ganz besonderen Charme. Der Moorwald mit seinen zum Teil völlig bemoosten Böden ist zudem faszinierend. So oft es irgend geht, versuche ich im Wald aufzutanken und ganz bewusst und tief zu atmen, tut meinen angeschlagenen Bronchien mächtig gut.
Auch geht nunmehr die Zeit der Heidelbeerernte (Blaubeeren bei euch glaube ich) an und da meine ich die echten kleinen Waldheidelbeeren die doch ganz anders als die gezüchteten schmecken. Sie färben zwar die Zunge und Hände tiefblau, aber der Geschmack ist einzigartig und mit Erinnerungen an meine Sommer mit meiner Oma verbunden.
Danke fürs Eintauchen und liebe Grüße
Uschi
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