Der Juni

© Uschi Rischanek

Der Juni

Das Halb im Jahreslauf erreicht.
So rasch dahin im Zeitenspiel,
man hält die Koffer nun bereit.

Am Brombeerstrauch in seiner Art,
der Blütenflor uns hoffen lässt
auf reiche Ernte schmackhaft zart.
Und in der Wiese ungebremst,
für Schmetterlinge grad zum Fest
die Blumen liebreizend apart.

Wenn Bienen bringen nunmehr ein,
mit gelben Pelzchen dick umhüllt,
wird wohl an Ernte reichlich sein.
So schnell die Zeit im Abendklang.
Der Garten, der nun schön befüllt
lädt ein sogleich zum Stelldichein.

Die Amsel jubiliert am Zaun,
erfreut so sehr mit ihrem Lied.
Es grünt und sprießt, man glaubt es kaum.
Das Herz dabei wird weit, so weit
und eh man sich noch recht versieht
denkt man, ob alles nur ein Traum?

Die Koffer, die nunmehr bereit,
so rasch dahin das Zeitenspiel.
Im Jahreslauf das Halb erreicht.

© Uschi Rischanek
text/bild/rezitation
music: Calvin Clavier


© Uschi Rischanek


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Beschreibung des Autors zu "Der Juni"

Aus meinen Monatsgedichten... meine kleine Ehrerbietung an Erich Kästner, dem ich auf meinem Kanal eine eigene Playlist gewidmet habe da ich ihn überaus wertschätze - es sind natürlich meine jahreszeitlichen Eindrücke die ich festhielt.

Auch der Mohn hier heroben bei uns im Waldviertel beginnt langsam zu erblühen, etwas später als normalerweise da der März und April sehr kühl waren und die Vegetation erst im Mai so richtig in Schwung kam.

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Kommentare zu "Der Juni"

Re: Der Juni

Autor: humbalun   Datum: 21.06.2026 18:48 Uhr

Kommentar: Du hast so eine lebendige träumende
Sprache. Die richtig schön ist und berührt. Wer entdeckt hat das das
Leben wirklich lebenswert ist, der schreibt so. Und egal wie der Blick
für Menschen ist. Sie machen Fehler.
Aber sie probieren diese Fehler auch
zu korrigieren. Und das gibt jeden Tag neue Hoffnung. MfG Klaus

Re: Der Juni

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 22.06.2026 10:22 Uhr

Kommentar: Mein lieber Klaus,

was wären wir, wenn wir nicht mit offen Augen wahrnehmen könnten, was um uns geschieht. Sei es die Biene, die sich an der schönen Rose zu laben vermag, oder aber der Blick in die endlosen Mohnfelder hier bei mir, wo der Wind mit den so feinzarten Blüten zu spielen vermag.

Als leidenschaftliche Fotografin, stellt gerade der Mohn beim Fotografieren eine gewisse Herausforderung dar da er stets in Bewegung ist... Die Farbenpracht zu dieser Zeit ist Labsal für die Seele und beflügelt gleichermaßen.

Vielleicht bin ich, was meine Ausdrucksweise betrifft, ein kleinwenig 'aus der Zeit gefallen', doch dies war schon immer so.

Ich danke Dir für Dein Hiersein, wünsche einen wunderbaren Wochenstart, trotz der beinahe jetzt schon tropischen Temperaturen hierzulande.

Liebe Grüße,
Uschi

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