Der Wonnemonat Mai kommt nunmehr an die Reihe,
durch zugig Tür hinweg, der launische April.
Die Wetterkapriolen gnädig man verzeihe,
wenn laues Lüftchen sanft mit Knospen spielen will.
Als Liebesmonat leicht und spielerisch brilliert
und sonnenblauer Himmel lachend ihn verziert.
Seit eh und jeh bekannt, verschwenderisch beinah die Pracht,
inmitten kunterbunt erfrischend Farbgespiel.
Fast so als wärs von Zauberhand für uns allein gemacht,
mit müheloser Leichtigkeit aus Tausendviel.
Um zu erfreuen uns, zu laben, zu beglücken,
mit Blütenflor so überreich vermag entzücken.
Im Walzerschritt lädt freundlich Mai mit Kusshand ein,
lässt bald zum ersten Stelldichein noch schüchtern bitten,
zum Maientanz im Kreis landauf, landab, landein.
So manches Herz in alte Rinde wird geschnitten,
um pochend dann im Gleichtakt künftig nur zu schlagen
und innig Wunsch nunmehr, der sich lässt flüsternd sagen.
Kommentar:Hallo Uschi,
ja, der Mai lässt sich heuer nicht lumpen und hat sich in sein schönstes Blütenkleid gehüllt.
Maitanz, das weckt Erinnerungen an jugendlich unbeschwerte Zeiten und manchen heimlichen Kuss im Wiesengrün.
Gern in Erinnerungswonnen geschwelgt und LG
Manfred
der Mai oder vielmehr der 'Wonnemonat Mai', hat möglicherweise einen besonderen Stellenwert im Reigen der Monate. Ich habe ihm diese Zeilen gewidmet, zugleich auch als meine kleine Hommage an den so wunderbaren Erich Kästner, wobei es natürlich meine Monatseindrücke sind von denen ich schrieb. Lediglich das jeweilige Reimschema habe ich Erich Kästner gleichgetan, sozusagen als kleine lyrische Herausforderung an mich.
Ich danke dir und schicke liebe Maiengrüße!
Lieber Perry,
die Erinnerungen sind es, die uns aufrechterhalten und uns erinnerlich bleiben mögen. Ich weiß nicht, ob es heutzutage noch Brauch ist Herzen in die Rinde zu schnitzen, es ist erklärterweise wohl der Hochzeitsmonat glaube ich.
Was den Jänner und Februar mit permanenten Minusgraden ausgezeichnet hatte und der März noch immer recht kalt war, konnte der April nicht wett machen, zumindest hierzulande. Wie es den Anschein hat, kommt nunmehr alles völlig gleichzeitig aus dem Boden, die Baumblüte aber auch die Sträucher, Stauden und Blumen wetteifern geradezu. Doch klagt schon jetzt die Landwirtschaft über viel zu wenig Niederschläge und fürchtet massive Ernteausfälle, wenn es nicht baldigst und nachhaltig zu regnen beginnt.
An Maitänze kenne ich nur die Schilderungen meiner Vorfahren, an den Umgang mit Ministranten und Pfarrer zu Fronleichnam, samt Blasmusik und Trachtengruppe und mit den blumengeschmückten Andachtsaltären an fast jedem Haus, erinnere ich mich noch sehr wohl.
Dankeschön fürs Mitschwelgen ;-))
Liebe Grüße
Uschi
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