Der Frühling ist gekommen,
nur da war er vorher schon da,
weil wenn er nicht gekommen wär,
wär er auch nicht dagewesen, was man aber gemerkt hätt.
Die Blumen blühen jetzt,
nur vorher haben sie noch nicht geblüht gehabt,
obwohl sie schon da waren,
nur halt ohne Blühen, was man ihnen nicht übelnehmen kann.
Die Vögel singen wieder,
nur still waren sie auch nicht ganz,
weil wenn keiner zuhört,
ist das Singen ja auch mehr so ein Nicht-nicht-Singen.
Die Sonne scheint jetzt wärmer,
nur kalt war sie deswegen nicht,
weil wenn sie nicht geschienen hätte,
wär’s auch nicht heller geworden, als wie es nicht war.
Und ich geh jetzt raus,
weil drinnen bin ich schon gewesen,
und draußen ist es jetzt schöner,
nur drin war’s auch nicht unschöner, als wie es jetzt draußen ist.
So ist der Frühling halt,
wenn er kommt und schon da war,
und wenn er wieder geht,
bleibt er noch ein bisschen, bis er ganz vorbei ist.
Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
getragen von Stimmen, doch kennt man ihn nicht.
Ein Flüstern wird lauter, ein Schatten wird groß,
und plötzlich erscheint etwas völlig [ ... ]
Im Flüstern des Windes, uralt und sehr klar,
ruft eine Stimme von weitem und ganz fernem Jahr:
„Sei frei, sei frei“, trägt sie mich fort,
hinaus aus Ketten, hinaus [ ... ]
Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
Stufe zur Liebe. Morgens
war die Stufe einfach weg.
Und keiner weiss [ ... ]
Wenn Lebenslinien sich kreuzen
Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
Glück ist nicht planbar
Unglück auch nicht
Das Selbst [ ... ]
Der Geier singt ein Lied.
Der Löwe fliegt zur Post.
Der Bär kauft ein Klavier.
Und die Sonne scheint.
Und die Welt spielt. Und
jeder Traum findet Gold.