Die Braut tritt vor, das Kleid so weiß,
Doch Freude stirbt in kaltem Kreis.
Statt Glockenklang und stillen Tränen,
Erklingen nur Sirenen.
Ein Kind liegt wach, der Schlaf verfliegt,
weil Krieg den Tag in Nächte wiegt.
Kein Wiegenlied in dunklen Szenen –
erklingen nur Sirenen
Ein Kuchen steht, doch keiner lacht,
kein Licht, dass du durch die Fenster wacht,
kein Spiel, kein Tanz auf bunten Bühnen,
erklingen nur Sirenen.
Ein Grab, ein Kreuz, der Abschied schwer,
kein Trost, die Stimmen leer,
kein Trostgesang in Trauertränen.
Erklingen nur Sirenen.
Dennoch spricht der Herr „Ich bin der Morgenstern,
mein Licht bleibt hell, auch aus der Fern.“
Ich trockne einst all eure Tränen,
dann verschwinden die Sirenen.
Beschreibung des Autors zu "Wo der Tag an Farbe verliert"
In diesem Gedicht soll der Fokus auf dem Geschehen in der Welt liegen, in der die Hoffnung oftmals verloren geht. Eigentlich fröhliche Feste, wie Geburtstag oder Hochzeit gehen in den Sirenen unter, der Abschied Beerdigungen wird erschwert, doch eine Hoffnung, ein Licht bleibt immer. Gott. Und das soll vor allem durch die letzte Strophe betont werden.
Kommentar:Dunkelheit, wo doch Licht sein sollte - so ist es leider viel zu oft. Und wir sitzen und warten, dass von irgendwoher ein gütiger Gott kommt und alles richtet. Jahr um Jahr warten wir und merken nicht, dass der Friede den wir uns so sehnlich wünschen, von uns selber kommen muss. Solange wir keinen Frieden in unserem Herzen haben, wird es keinen Frieden in dieser Welt geben. Und solange wir dort draußen und die Schuld bei den Anderen suchen, werden wir den Frieden niemals finden.
Ich wünsche dir einen friedlichen Tag
LG Sigrid
Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten
und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten,
wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört,
weil jeder den anderen im Eifer zerstört [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
In der Taverne, im roten Licht,
da saß ich lange und rührte mich nicht,
der Whisky brannte, der Abend war schwer,
und bald schon sah ich die Sterne umher.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]