Was ist aus uns geworden,
das fragen wir uns wohl jeden Tag?
Wenn wir auf die vergangenen Jahre zurückblicken,
dann spüren wir tief in uns die Veränderungen:
Waren wir nicht stumme Zeugen böser Taten?
Haben wir nicht einander verraten?
Sind wir nicht mit vielen Wassern gewaschen?
Gebrauchten wir nicht allerlei Maschen?
Wie sind wir denn eigentlich gestrickt
und wie oft sind wir schon eingeknickt?
Wie oft gaben wir keine Antworten?
Wie oft verkrochen wir uns an Orten
… um nicht gesehen zu werden?
Können wir noch jemandem vertrauen
oder auf wen können wir schauen?
Waren unsere inneren Konflikte nicht unerträglich,
aber all unser Aufbäumen kläglich,
… haben wir deshalb nichts bewirkt?
Sind wir noch brauchbar?
Finden wir denn den Weg zurück,
zum anderen und eigenen Glück?
Lasst und schlicht, einfach und gerade sein,
Menschen, ohne zwielichten Schein.
Stille, Blätter flüstern einen letzten Gruß
bevor sie sanft zur Erde gleiten.
Es trägt sie ein zärtlicher Wind,
er bittet sie zum Tanz, ihrem letzten Tanz.
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Ich bin noch am Leben. Heute Morgen liege ich nur im Bett. Denke an Alles und Nichts. Trinke Tee. Warte bis der Tag lebt. Auf den Morgen. Und ich die Bäume sehe. Und den Himmel. Und die Sonne. Und [ ... ]