Was ist aus uns geworden,
das fragen wir uns wohl jeden Tag?
Wenn wir auf die vergangenen Jahre zurückblicken,
dann spüren wir tief in uns die Veränderungen:
Waren wir nicht stumme Zeugen böser Taten?
Haben wir nicht einander verraten?
Sind wir nicht mit vielen Wassern gewaschen?
Gebrauchten wir nicht allerlei Maschen?
Wie sind wir denn eigentlich gestrickt
und wie oft sind wir schon eingeknickt?
Wie oft gaben wir keine Antworten?
Wie oft verkrochen wir uns an Orten
… um nicht gesehen zu werden?
Können wir noch jemandem vertrauen
oder auf wen können wir schauen?
Waren unsere inneren Konflikte nicht unerträglich,
aber all unser Aufbäumen kläglich,
… haben wir deshalb nichts bewirkt?
Sind wir noch brauchbar?
Finden wir denn den Weg zurück,
zum anderen und eigenen Glück?
Lasst und schlicht, einfach und gerade sein,
Menschen, ohne zwielichten Schein.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]