Gipfeltreffen mit Schlagabtausch in der Badewanne
Frei nach der Idee von Loriot. “Herren im Bad“

Der noch amtierende Bundeskanzler Olaf Scholz und Friedrich Merz sitzen sich in einer leeren Badewanne nackt gegenüber.

Scholz: Warum baden Sie in meiner Wanne?
Merz: Von Baden kann ja keine Rede sein. Hier ist gar kein
Wasser in der Wanne.
Scholz: Als ich das Bad betrat, war hier warmes Wasser.
Jedenfalls lauwarm.
Merz: Mag sein. Aber Sie haben es abgelassen.
Scholz: Na klar. Weil Sie es eingelassen hatten.
In meiner Wanne pflege ich das
Wasser selbst einzufüllen.
Merz: Ist aber nichts drin. Man sitzt hier sehr kühl.
Offenbar können Sie kein Warmwasser mehr einlassen.
Haben Sie die Warmwasserrechnung nicht bezahlt?
Scholz; (Höchst empört).
Herr Merz,
ich bin Bundeskanzler einer der reichsten
Länder der Erde und bin Ihnen in meiner Bade-
wanne keine persönliche Rechenschaft schuldig.
Ob ich zum Baden Wasser einlasse oder nicht, geht
Sie nichts an.
Wenn Sie politische Rechenschaft einfordern wollen,
kann ihre Fraktion ja eine Wannensitzung im Bundes-
Schwimmbad einberufen.
Merz: Haha. Und dann sitzen nicht nur wir Beide
in einer kalten und leeren Wanne,
sondern alle Deutschen
Merz weiter: Ich bade ja auch nicht zum ersten Mal.
Nach meiner Erfahrung ist ein warmes Wannenbad
mit Wasser zweckmäßiger als ohne.
Scholz: Herr Merz, in meiner Wanne können sie sich keine
eigene Meinung leisten.
Dazu ist das Bundesschwimmbad da.
Merz: Herr Bundeskanzler!
(Merz steht nackt auf).
Scholz: Herr Merz!
(Scholz steht nackt auf)
Merz: Ich besorge uns jetzt ausreichend
warmes Wasser,
wenn sie mich höflich darum bitten.
Scholz: Ja dann also: Bitte.
FDP bleibt aber außen vor.
Die soll noch länger in einer leeren und kalten
Wanne hocken
Merz: Na also, geht doch.
Die Grünen bleiben aber auch draußen vor.
Scholz: So geht das nicht.
Ich habe gerne mit diesem Koalitions
Partner gebadet.
Merz: Nein. Nein. Und nochmal entschieden: Nein.
Keine Grünen in meiner neuen Badewanne.
Wenn Sie Herrn Habeck in die Wanne lassen,
ziehe ich sofort den Stöpsel.
Scholz: Das sind ja fast Erpressermethoden.
Merz: Wo ist hier der Stöpsel?
Scholz: Sie sitzen drauf.
Wissen Sie eigentlich, wie viele Menschen auch
in Deutschland kein Bad besitzen?
Merz: Ach herrjeh. Sozi sind Sie aber jetzt erst? Oder?
Scholz: Genug geredet.
Herr Merz, ich lasse jetzt noch vor Weihnachten
meine Ente zu Wasser.
Wenn sie absäuft, haben Sie freie Hand für eine
neue Enten.
Auch die Füllhöhe der Badewanne und deren
Wassertemperatur können Sie dann bestimmen.
Merz: Herzlichen Dank Herr Bundeskanzler für dieses
erfreuliche Gespräch.
Scholz: Auf Wiedersehen, Herr Merz.
Jetzt wäre ich gerne in der warmen Badewanne
mit meiner Ente allein.

19.12.2024


© Wolfgang Karwatzki


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