Pandemie und Klimakrise,
Migration - und noch ein Riese:
Armut samt der Tyrannei -
da hört man manchen Hilfeschrei!

Schweigend aber geht das Sterben
vieler Arten, die verderben,
ohne dass man's groß bemerkt,
was den Niedergang verstärkt

Wir lieben Eisbär'n und die Bienen,
trauern mit Walen, Flussdelphinen.
Amphibien, Würmer und Insekten
führen nicht zu solch Affekten

Beim 5. grossen Artensterben
gab's die allergrößten Scherben
bei den Mächtigsten und Größten
Die Saurier können uns nicht trösten!

Das 6. Sterben, das ist sträflich:
bis 130 Arten täglich
geh'n auf den Wohlstand von uns Menschen,
die, unbekümmert um die Grenzen,

begehren allen Lebensraum,
die Erdenschätze, jeden Baum,
der ihnen dient und ihrem Lauf
Oh Mensch, halt inne und wach auf!

Das Netz des Lebens, das ist stark!
Doch keine Art lebt hier autark
Im Miteinander können wir besteh'n,
mit Rücksicht das Verbor'gne seh'n

IM TOTEN WINKEL

© Pixabay


© Jürgen Wagner


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Beschreibung des Autors zu "IM TOTEN WINKEL"

Man zählt in der Erdgeschichte 6 grosse Artensterben. Das vorletzte war in der Jurazeit, wohl ausgelöst durch einen Kometeneinschlag und eine hohe Vulkantätigkeit, damals ging die dominierende Art der Saurier mit Ausnahme der Vögel unter und verschwand von diesem Planeten. Das 6. grosse Artensterben geschieht vor unseren Augen. Nach dem Bericht der Vereinten Nationen verschwinden täglich bis zu 130 Pflanzen- und Tierarten von diesem Planeten. Jede ist ein Strang im grossen Netz des Lebens, das auch uns trägt.

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Kommentare zu "IM TOTEN WINKEL"

Re: IM TOTEN WINKEL

Autor:   Datum: 27.11.2021 15:40 Uhr

Kommentar: Ein gelungener und wichtiger Appell.
Der Mensch hat vieles nicht im richtigen Blickwinkel - seine Fehler der Schöpfung gegenüber dafür ist er blind …

Lg Herbert

Re: IM TOTEN WINKEL

Autor: Michael Dierl   Datum: 27.11.2021 22:02 Uhr

Kommentar: Sehr, sehr gut geschrieben! Absolut lesenswert! Alles andere hat Herbert s.o. schon sehr schön formuliert. Da hänge ich mich gerne dran!

lg Michael

Re: IM TOTEN WINKEL

Autor: Jens Lucka   Datum: 28.11.2021 18:12 Uhr

Kommentar: Wunderbar formuliert. Unser stabiles Netz des Lebens zerbröselt
immer schneller .Irgendwann gehören wir Menschen auch zu eines dieser Lücken.


Gruß, Jens

Re: IM TOTEN WINKEL

Autor: Juergen Wagner   Datum: 29.11.2021 1:05 Uhr

Kommentar: Danke!

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