Oh, du gnadenlos köstlicher, die Sinne beflügelnder Rebensaft,
der Gaumen ergießt sich im Orgasmus, durch deine anmutige Kraft;
du zeitweise boshafter, eigenwilliger, in der Nase tänzelnder Hofierer,
will mehr, will mehr, will viel mehr, von diesem eleganten Verführer!
Zitronig, fruchtig, nussig, blumig - sogar Paprikanuancen kann ich schmecken,
faszinierendes Säurespiel - ich würde ihn mir von den Fingern schlecken!
Riesling, Grüner Veltliner, Chardonnay, Neuburger, Weißburgunder,
das sind die prägnanten Säfte der Wachau, des Krems-, Kamp-, Traisental mitunter.
Steinfeder, Federspiel, Smaragd, Sauvignon Blanc und Feinburgunder,
schlicht und einfach Grüner- oder Frühroter Veltliner, vielleicht Grauburgunder;
terrassenförmige Weingärten, mehr Steine als in den Pyramiden ? wer hat sie gezählt?
Egal - es ist wichtig dass dieser Genuss immerwährend fortbesteht.
Die Donau so blau, so blau, so lau, sorgt für Klimaregulierung und -ausgleich
Urgestein Riesler, Müller-Thurgau sie alle stimmen uns wohlgesinnt und reich;
das Herz, die Nase, der Gaumen triumphieren ergriffen, jauchzen Hurrah, Hurrah,
genieße das Leben, den Wein von NÖ, er ist nicht selbstverständlich, nicht wahr?
Kaiser Probus haben wir es zu verdanken, müssen ihn auch fortan loben,
er erklärte das Weinanbauverbot nördlich der Alpen für aufgehoben;
damals vor vielen Jahrhunderten, begann der Weinanbau in unseren Sphären,
überlebte Kriege, die Reblaus und manch andere Affären.
Prager, Knoll, Nikolaihof, Hirtzberger, Jamek, Schneeweiß sind einige von vielen,
Alzinger, Pichler, Mantlerhof, Bründlmayer, Salomon Estate, kann man nur rühmen,
Pittnauer, Glatzer, Steinschaden, Sandgrube 13, alles hervorragende Weingüter,
ob Cyriak oder der heilige Urban von Langres, bitte seid weiterhin gute Behüter.
Manchmal fühlst du dich wieder wie ein Kind,
das durch die Nächte jagt im leisen Wind.
Die Jahre werfen Schatten auf dein Gehen,
auf dem weichen Boden bleibt ein leises Auferstehen.
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Die dir sagen, du könntest nicht lieben.
Die dir sagen, du könntest nicht weinen.
Und wenn morgens die Sonne aufgeht,
erkennst du die Wahrheit, weil [ ... ]
Wenn
Der Inhalt einer Seele
Wie bunte Scherben zu Boden fällt,
Dann darf der Boden nicht zu schön sein.
Und es darf keiner daneben stehen,
Der Angst hat
Und das Leben zu ernst nimmt.
Weil [ ... ]