In den Bergen schläft die Hoffnung
eingehüllt in stilles Weiß
wer versucht sie sanft zu wecken
wer durchbricht den dunklen Kreis

schläft dort schon so viele Stunden
langsam schwindet trübes Licht
Tage gleichen kalten Nächte
wenn der letzte Traum zerbricht

Schmerzen spiegeln sich in Augen
Seelen winden sich in Not
überall herrscht Angst und Trauer
überall lauert der Tod

nichts ist so wie es gewesen
Sicherheit vom Sturm verweht
kleiner Mensch was wird dir bleiben
wenn die Menschlichkeit vergeht

kleiner Mensch du hast erschaffen
was dein Ende dir beschert
hast geglaubt du wärst allmächtig
doch der Sieg bleibt dir verwehrt


© Sigrid Hartmann


12 Lesern gefällt dieser Text.

Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher

Unregistrierter Besucher



Unregistrierter Besucher

Unregistrierter Besucher

Diesen Text als PDF downloaden




Kommentare zu "Hoffnung"

Re: Hoffnung

Autor: Michael Dierl   Datum: 30.01.2026 18:46 Uhr

Kommentar: Hi, das zeigt, dass nur noch die Hoffnung bleibt aber alles andere vergänglich ist. Sogar die Sicherheit, die Geborgenheit, mit der man aufgewachsen ist. Nicht hält leider auf ewig. Der Wandel ist tagtäglich, an denen wir uns anpassen müssen, um einfach zu überleben. Die Mächtigen nehmen dabei keine Rücksicht, sie sind diejenigen, die das täglich schüren und das wohl mit voller Absicht, weil sie keine Menschen sind und am Leid sich sogar erfreuen. Da bleibt dann zum Schluss nichts mehr anderes als die Hoffnung übrig. Danke für diesen Text! Eindrucksvoll in Szene gesetzt.

lg Michael

Kommentar schreiben zu "Hoffnung"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.