Menschen laufen mit gesenkten Köpfen,
fragen sich, wie konnte das passier‘n,
Sie klagen und bereuen und
erinnern an die Orte ihrer bösen Taten.
Sie quälen sich und wissen doch,
Kultur, das ist Appell, ist Hoffnung und auch Forderung,
doch eigentlich verdeckt sie nur der Menschen Wesen,
wie eine Tüte, die schon bei geringer Spannung platzt.
Das Böse ist zurück vom Rand der Stadt,
es schleicht durch dunkle Gassen,
glotzt hassend auf die bunte Welt,
zu farbig, zu komplex, zu schrill!
Einfach soll sie werden, einheitlich und simpel,
Ordnung, die nie da war, soll bald wieder herrschen,
aber vor allem soll sie uns gehören, nicht dem fremden Volk,
denn wir sind hier die Herren und sagen an, was gilt.
Das Böse ist zurück vom Rand der Stadt
So ist’s bei uns und auf der ganzen Welt,
aus dem Dunkel kriecht es an das Licht,
und grölt schon wieder auf den Straßen,
verbreitet Schmutz, der bald an allem klebt.
Eliten winden sich und biedern sich doch an,
Sprechblasen steigen auf, nichts weiter,
und die verschwinden in dem Alltagsschwamm.
Das Böse ist zurück vom Rand der Stadt,
es giert nach Anerkennung und nach Macht,
Fakten verlieren Kraft und Wirkung,
Diskussionen werden zu Geschrei,
Kulturkampf trennt die Menschen,
erzeugt Verachtung, Hass und viel Gewalt,
Terror droht und sorgt für Angst,
am hellen Tag, besonders aber in der Nacht.
Das Böse ist zurück vom Rand der Stadt,
behauptet, es sei Teil von uns,
nennt sich gar Volkes wahre Stimme
und setzt Lügen und Despoten Botschaft in die Welt.
Geschichte wird geklittert zum verlogenen Argument,
rückgebaut wird unsere Stadt nach dunklem Plan,
und wir betreiben, Biedermännern gleich,
noch den Verkauf von Steinen und mischen selbst den Kalk.
Das Böse ist zurück vom Rand der Stadt,
der Mob ist wütend, tobt durch die Straßen.
Doch statt kraftvoll ihm die Stirn zu bieten,
erträumen wir Utopia, verirren uns im Nirgendwo.
Schon seit der Steinzeit pfeifen Spatzen es vom Dach,
„Homo sapiens ist ein Problemkind,
das erst die Mutter, dann den Vater knechtet,
und beide irgendwann erschlägt!“
Beschreibung des Autors zu "Das Böse ist zurück vom Rand der Stadt"
Der Mensch ist ein Geschöpf des "Haben Wollens".
Aus dieser Eigenschaft gehen sowohl der Drang nach Erkenntnis und das Streben nach Wissen hervor, als auch die Gier nach Macht und Besitz.
Mit diesem ambivalenten Denken und Handeln könnten wir Schiffbruch erleiden.
Ausbeutung der Ressourcen, Müllinseln in den Ozeanen, Vergiftung der Äcker und Felder, Verseuchung des Grundwassers, Übervölkerung der Erde, durch Wirtschaftssysteme verursachte gesellschaftliche Konflikte, bedrohliche Klimaveränderungen durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und mittlerweile auch die Vermüllung des erdnahen Weltraums durch Weltraumschrott: Das sind nur einige Resultate menschlichen Handelns und Wirtschaftens!
Ein einzelner Mensch hat entschieden, einen roten Tesla Roadster in eine Umlaufbahn um die Sonne zu schießen!
Kann man zynischer mit der Natur umgehen?
Und nun auch noch KI !!!
Wie schon so oft beobachtet: ohne klare Regelungen, ohne eindeutige Verantwortungen und ohne klare öffentlich diskutierte Ziele.
Ich glaube, dass die Menschen heute zum ersten Mal wirklich realisieren, in welchen grundsätzlichen Schwierigkeiten wir stecken.
Deswegen beginnen sie ihr Vertrauen in politische Führungen zu verlieren und fürchten sich vor dem Bösen, vor Despoten und Tyrannen, die die elementare Furcht der Menschen für ihre Zwecke ausnutzen.
Wie gesagt: „Das Böse ist zurück vom Rand der Stadt.“
Ich und mein Schatten, wir zieh’n durch die Zeit,
mit Falten im Gepäck und Gelassenheit.
Die Haare dünn, das Knie mal schwach –
doch unser Witz bleibt hell und wach.
Sterben ist das neue Leben
Blätter, Menschen ,Wälder, Länder, Kontinente, Planeten sterben, und bilden den Mutterboden für neues Leben.
Aus diesem Grund gibt es kein wirkliches Sterben. [ ... ]