Ich überwinde die Angst – nicht die Gefahr!
Die Gefahr bleibt bestehen, sie müsste,
könnte, dürfte eigens überwunden werden,
aber ich darf mich durch die Überwindung
der Angst nicht über sie hinwegtäuschen…
hinwegtäuschen lassen, denn findige
Köpfe schicken damit Menschen ins Unglück:
sie schicken sie in den Krieg, in ein Nest
voller Schlangen, in den Kreis eingeschworener
Mörder, oder Gläubiger an den Aztekengott,
der kein Pardon kennt, nur das Ritual!
„Männer“ sind jedoch ohne Angst, ohne
Pardon gegen sich selbst, für die Gefahr –
sie können sich Angst gar nicht leisten…
sonst dürfen sie keine Sieger mehr sein, über
sich, über den Tod, obwohl sie ihn „erleben“,
also bemerken wie er über sie kommt…
Manche werden auch völlig angstfrei Vater,
durch die Selbstvergessenheit der schönen
Augenblicke, die sie die Angst um ihr Leben
ganz einfach vergessen lassen, um zu gehören:
dem Schicksal, einem Gott, ihren Gefühlen –
ganz einfach dem Zeitablauf, im Rahmen
eines gnadenlosen Universums das unentwegt
nach Opfern sucht, die keine Opfer der Angst
sind, sondern alles links liegen lassen, wegen
den Spuren, die völlig kompromisslos ins Nichts,
neben allen Vorbehalten gegen die Angst führen!
Mein lieber Alf. Ich habe Dein Werk nicht gelesen. Denn das ergibt keinen Sinn. Denn ich bin unglücklich. Und
unglückliche Menschen können
nicht kommentieren. Und nicht denken. Und nicht fühlen. Und
nichts von Qualität sagen. Oder einen
wertvollen Beitrag zum Leben leisten.
Mein lieber Alf. Ich fühle mein Untergang ist nahe. Ich werde auf der Strasse enden. Als Ladendieb. Oder
Taschendieb. Und mein freundliches
Antlitz wird von Sünden zerstört werden. Und ich werde einsam und
allein sein. Und auf irgend einer Parkbank im Vollrausch erfrieren.
Ist das njcht traurig. Der hoffnungsvolle, wunderbare, herrliche, himmlische Mensch, der Dir jetzt noch diese gottbegnadeten Zeilen schreibt. Erkennt sich in seiner eigenen Prophetie voller Erleuchtung
und Pracht. Voller Wahrheit und Scharfblick. Voller Kraft und Ideen, das er ein gefangener des Schicksals ist. Und das dieses Schicksal schon seit Ewigkeiten in den Sternen eingemeiselt ist. Er wird in der Gosse landen. Denn er war zu demütig. Zu bescheiden. Zu bescheuert. Um das
zu nehmen was ihm das Leben angeboten hat. Und das ist mehr als traurig. Ja! Mein lieber Alf. Ich sitze hier in Tränen aufgelöst. Bei meinem
letzten Schlick Cognac. Und bin am Ende. Und selbst kein Dick un Doof Film kann das mehr ändern. Es ist das Schicksal von mir. Eingemeiselt in den Sternen. Und heute Abend kriegst Du einen angemessenen göttlichen Kommentar zu deinem Werk. Freue Dich. In Zukunft bist Du
mein Kummerkasten. Und das ist erst die erste Stufe aller negativen Erkenntnisse über mein Leben. Bei der nächsten Stufe wirst Du Dich wie Dracula fühlen. Und um Urlaub bitten. Werde ich aber nicht gestatten. Denn es gibt Prüfungen die muss ein Mensch bestehen. Und Du musst jetzt täglich all meine Leiden Depressionen und Schmerzen bestehen. Dazu wünsche ich Dir viel Kraft. Eine starke Seele. Und einen unbeugsamen Geist. Dein Allzeit Genosse Klaus
Kommentar:Wir leben im Zeitalter des Anthropozän, des Menschen wie man so sagt aber ich sage, dass wir im Zeitalter der Pille leben! Der happy Pill wie mein Onkel dazu sagte, wenn er hier uns besuchte und seine Pillen einwarf, bevor er in's Auto stieg und wieder nach Hause fuhr. Mit Pille lässt sich heut alles überleben, bald auch schon den Tod schätze ich. Im II WK hatte man Panzerbesatzungen und auch Piloten nur mit Pille in den Krieg geschickt sonst wären sie auf den Flug zum Ziel wohl an einem Herzinfarkt gestorben. Deswegen müssen Pillen abgeschafft werden und dafür Alkohol in Massen eingeführt, denn dann gibt es keinen Krieg, denn im Vollsuff lässt es sich schlecht morden! Das wird wohl auch Klaus bestätigen können. So, jetzt mache ich daraufhin eine Flasche Wein auf und schaue mal was mein Stift zum Thema Plagiat, Lüge und Verrat hinschmiert!
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