...ist es dem Alter vielleicht wohl geschuldet,
in dieser ach so gottverdammten Zeit,
wo doch so manches was erwünscht noch weit
und wohl so viel, was wir bislang erduldet.
In diesem Alter und manch Einsicht nun von uns,
vielleicht zu spät, wer kann es wirklich sagen,
was man erhofft in all den vielen Jahren
und was letztendlich letztlich doch ein frommer Wunsch.
So bleibt uns leider wohl nur zu erfüllen
und nicht dabei in Schweigen uns zu hüllen,
die Rolle, die das Leben für uns selbst erdacht.
Wo auch die Freunde weniger nur werden,
so ist der Lauf der Dinge mal auf Erden -
so hofft ein jeder, dass genug, was er erbracht...
Beschreibung des Autors zu "In Zeitenrelation der Zeit"
"Manchmal da möcht ich so gern bleiben, dort wo ganz oben Wolken treiben..." U.R.
Bilder entstanden am Heidenreichsteiner Moorwald/Waldviertel/Niederösterreich, kurz bevor ein Gewitter aufzog.
Kommentar:Liebe Uschi,
die Zeit ansich bleibt niemals stehen,
doch das Rad der Zeit wird sich für uns nur endlich drehen.
Hab nie darüber nachgedacht, etwas zu (Er)schaffen in dieser Welt.
Es war zu Ringen mit Höhen und Tiefen.
All das, was du beschrieben hast. Ja, es ist (war) der Weg des Lebens,
der mich hierher gebracht. Doch ist der Weg noch nicht zu Ende...
Kommentar:Liebe Uschi,
deine Zeilen stimmen tatsächlich nachdenklich. Wie sang schon Barry Ryan 1971:
Zeit macht nur vor dem Teufel halt.
Liebe Grüße Wolfgang
Kommentar:Die Freunde werden immer weniger schreibst Du. Naja, um die falschen Freunde ist es mir egal aber die guten wenigen tun schon weh wenn sie weg sind. Und bald ist man selber weg - naaaaund! Das ist der Lauf der Dinge die man nicht aufhalten kann. Darüber muss man sich keine Sorgen machen! Sehr nachdenkliches Gedicht das Du da verpackt hast!
eigentümlicherweise, warum auch immer, zieht sich beinahe wie ein roter Faden, durch ganz viele meiner Gedichte ein Hauch von Schwermut oder zumindestens Melancholie. Vielleicht ist das aber genau die Antriebsfeder die uns zum Schreiben anhält, mag sein. Über die Lustigkeit und den Frohsinn sollen andere schreiben, das ist nicht mein Metier, war es auch nie, wenngleich ich auch ab und an Lustiges verfasste so im Sinne von Eugen Roth mit seinen Menschgedichten, ein großartiger Poet den ich überaus schätze. Dieser Text entstand erst gestern und war eigentlich als Antwortkommentar andernorts bei einem großartigen Poeten und international bekannten Sprecher erdacht. In seinem Text ging es um Endlichkeit und darum, wenn Freunde trotz Geburtstagen nicht mehr an einen denken mögen und man in Vergessenheit gerät. So möge uns beiden dies tunlichst erspart bleiben.
Herzensdank mit lieben Grüßen aus dem schon recht herbstlichen Mostviertel zu dir!
Lieber Wolfgang
auf das Sonett habe ich bewusst nicht hingewiesen lieber Wolfgang, ich kenne ja deine diesbezügliche Einstellung, trotzdem passte ich mich der Form an zu jenem Gedicht zudem ich es als Antwortkommentar schrieb. Den Barry Ryansong musste ich mir natürlich zwischenzeitlich anhören ;-)) hach was für tolle Musik damals... da war ich gerade Schulmädel. Dankeschön auch dir!
Lieber Michael,
es liegt in der Natur der Sache, dass die dich umgebenden Personen mit der Anzahl an Jahren weniger wären. Gerade heute las ich einen Artikel über ein Buch, in dem der Autor unzählige 100-jährige interviewte über ein Leben und ihre Zeit all die hundert Jahre lang, der älteste war sogar 1o4. Nun mein Tantchen wird heuer 99 und manchmal denke ich, ich sollte ihre Erzählungen in irgendeiner Form festhalten. All das was vor 4o, 5o, 6o Jahren war weiß sie haargenau, nur das was man ihr vor 5 min gesagt hat, ist wie durch ein Sieb gefallen... Wenn man wie du schreibst mal selbst weg ist kann es einem im Grunde genommen völlig egal sein, nach dem Motto - hinter mir die Sintflut - and so what.
Auch dir herzlichen Dank und Grüße in den Abend,
Uschi
Kommentar:Hallo Uschi, ich bin nun 67 und habe die meiste Zeit eigentlich recht gut gelebt. Und geht es hier in Deutschland ja im Verhältnis zu anderen Ländern gut. Je älter ich werde, umso zufriedener werde ich. Das gilt nur für mich in meinem persönlichem Umfeld. Aufregen kann ich mich allerdings trotzdem immer wieder trotzdem über vieles. Was eigentlich nicht nötig ist. Im Endeffekt ist die Gesundheit wirklich das Wichtigste. Auch die geistige - und wir können schreiben! Welcher Luxus!
Liebe Grüße und einen schönen Tag für dich
Angelika
nun ist es in Österreich recht ähnlich gelagert und manchmal schätze ich mich glücklich nichtmehr im Arbeitsprozess zu sein und mehr oder weniger meine Zeit selbst einteilen zu können. Empfindest du das Schreiben als Luxus? Von dieser Warte habe ich es noch gar nicht betrachtet und doch hast du gar nicht so unrecht damit. Herzlichen Dank für dein Reflektieren.
Liebe Grüße zu dir,
Uschi
Kommentar:Ja, Uschi, wir müssen ja erstmal Zeit dafür haben und überhaupt die Energie. Und, wie du sicher weißt, das schreckliche ist ja, dass in vielen Ländern besonders Mädchen gar nicht zur Schule gehen dürfen!!! Ich verstehe immer noch nicht, dass es keine Schulpflicht für alle Kinder der Welt gibt!
Liebe Grüße zurück
Angelika
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Die Stunden liegen still wie leere Räume,
ich falle aus den Fugen meiner Träume.
Ein Wind reißt mich aus allem, was ich lerne
und trägt mich fort in namenlose Ferne.
Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
Stufe zur Liebe. Morgens
war die Stufe einfach weg.
Und keiner weiss [ ... ]
Wenn Lebenslinien sich kreuzen
Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
Glück ist nicht planbar
Unglück auch nicht
Das Selbst [ ... ]
Der letzte Brief er blieb wohl ungeschrieben,
als weißes Blatt zurück, doch inhaltsschwer.
Gleich Regentropfenwünschen die verblieben,
an glitzernd Scheiben, sehnsuchtsvoll doch [ ... ]
Seit ich eine Brille brauche, achte ich sehr auf mein Sehvermögen...die Augen nicht überanstrengen, gutes Licht, am besten bei Tageslicht lesen.
Aber ich achte auch darauf, wie gut mein Umfeld [ ... ]