Der Sanduhr feines Korn, das stetig rinnt,
so manches, das erlebt in all den Jahren
und soviel, das die meisten nun erfahren -
gerade jetzt, man sich der Zeit besinnt...
Man frägt was bleibt, wie viel vergönnt?
Um selbst nicht zu erstarren,
sollt man vielleicht ganz still verharren
um Zeit zu stoppen, wenn man könnt'!
Die Sanduhr möcht ich einfach sagen -
in eine Schachtel, ruhig gelegt,
kein Körnchen sich so mehr bewegt.
Mit Lebenslust an allen Tagen,
auch jetzt kann man noch so viel wagen,
selbst wenn am Schicksalsrad der Zeit gedreht!
"Mögen gesprochene Worte versickern - geschriebene Worte sie sind auf Papier..." U.R.
Man kann die Zeit wohl nicht gestalten, vermag sie auch nicht aufzuhalten...
Leider fand ich die Reimform des Sonetts als Untergruppierung hier nicht mehr. In dieser Gedichtform habe ich schon einige Texte verfasst und wollte diesen euch nicht vorenthalten.
Das Bild entstanden bei meinen 'Nigella damascena' oder auch 'Jungfer im Grünen' genannt, die ich aus selbstgewonnenen Samen gezogen habe und die ob ihrer Zartheit so überaus reizend anmuten.
Kommentar:Au, liebe Uschi, wenn man das so einfach könnten seine eigene Sanduhr in eine Schachtel zu legen..
Auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen. Man könnte ja noch sooooo viel unternehmen und bräuchte wohl eine zweite Sanduhr dafür.
Kommentar:Liebe Uschi,
mir ist egal, ob eine Reimform Solieb oder Sonett ist; oder ein Elfchen oder Zwölfchen ist. Mir ist die positive Ausstrahlung wichtig, und das haben deine Werke.
Liebe Grüße Wolfgang
die Zeit die mag man nicht bemessen, vielleicht wär es ja unterdessen, wohl angebracht und obsolet, zu schreiben wie es besser geht...
Wir können sie natürlich nicht aufhalten, da hast du ganz sicherlich recht - doch gerade über sie lässt sich unendlich viel schreiben.
Für einen nur in Relation, für andere - was macht es schon...
In diesem Sinne herzlichen Dank fürs Hiersein!
Lieber Wolfgang,
so möchte ich dir mit Augenzwinkern antworten:
Der, der sich wollt wohl Dichter nennen,
der sollte auch sein Handwerk kennen.
Denn blos zu schreiben dies und das,
wäre vielleicht zwar Riesenspass.
Doch ist nicht jeder auch ne Leuchte,
gar mancher vielleicht doch nur Funzel.
Hauptsach' dabei - der Leser Geschmunzel! ;-))
Selbst wenn man sich auch nur reimend unterhalten könnte - der Humor darf bei alledem niemals zu kurz kommen und das Schreiben an und für sich, sollte immer Spass machen, authentisch sein und aus dem Herzen erfolgen!
Lieben Dank auch dir!
Lieber Alf,
das freut mich sehr wenn es gefällt. Ich habe einige alte Sanduhren, die alle noch immer funktionieren, wunderschöne Objekte die Freude bereiten sie anzuschauen.
da gebe ich dir hundertprozentig recht, vorallem wenn er erstmal ins Getriebe gerät... da braucht es dann letztendlich bis zum Stillstand nicht mehr recht lange.
Ich habe mich ein bisschen schlau gemacht und fand eine recht interessante Seite in Bezug auf Sanduhren usw. schau mal was da stand:
Ihre wohl größte Bedeutung erlangte die Sanduhr in der Seefahrt.
Schon bald nach ihrer Erfindung kam sie auf See zum Einsatz. In den Schiffspapieren der "George" ist eine Quittung über zwölf "glass horloes" erhalten, welche 1345 in der flandrischen Hafenstadt Sluis gekauft wurden.
Während der großen Entdeckungsfahrten richtete sich der Dienst auf den Segelschiffen nach Sanduhren. Die Borduhr wurde Glas genannt und lief eine halbe Stunde. Acht Glasen waren vier Stunden = eine Wache. Die halbe Stunde wurde mit einem einfachen, die vollen Stunden mit einem Doppelschlag an der Schiffsglocke angeschlagen. Acht Glasen -vier Doppelschläge- bedeuteten das Ende der Wache.
Da gibt es noch allerhand Interessantes nachzulesen, falls Interesse:
http://www.uhrenlexikon.de/begriff.php?begr=Sanduhr,%20Geschichte%20der%20(Teil%202)
Liebe Grüße voller Sonnenschein derzeit aber bei zu kühlen Temperaturen für diese Jahreszeit zu dir hinauf in den Norden vom Wienermädel ;-))
Uschi
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