Ein Stuhl, der leer am Fenster steht,
ein Blick, der weit ins Grau verweht.
Die Uhr tickt leise, ohne Hast,
nur ich und Zeit, die mich umfasst.

Die Stimmen sind längst fortgezogen,
die Wege still, die einst mich trugen.
Kein Lachen hallt, kein Ruf, kein Klang,
nur Stille, die an Wänden hang.

Doch manchmal flackert Licht herein,
ein warmer Hauch, ein sanftes Sein.
Ein Vogel ruft, ein Blatt bewegt,
und etwas in mir leise belebt.

Einsamkeit – nicht nur Verlust,
auch Raum für Tiefe, Klang und Lust.
Ein Ort, wo Sehnsucht Wurzeln schlägt,
und leise Hoffnung sich bewegt.


© Christopher Steffler


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Kommentare zu "Die leise Seite der Zeit"

Re: Die leise Seite der Zeit

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 20.07.2025 18:18 Uhr

Kommentar: Hallo Chris,
deine Zeilen begleiten mich an einen Ort, den ich gern näher kennenlernen würde.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Die leise Seite der Zeit

Autor: Alf Glocker   Datum: 21.07.2025 7:45 Uhr

Kommentar: Sehnsucht und Hoffnung
die Zauberworte der Menschenwelt...

LG Alf

Re: Die leise Seite der Zeit

Autor: Jens Lucka   Datum: 21.07.2025 18:01 Uhr

Kommentar: Ein Still-Leben in dem man sich sehr gut mit hineinsetzen Kann.
Gefällt mir gut.

Liebe Grüße von Jens

Re: Die leise Seite der Zeit

Autor: Harald (Tom) Gressel   Datum: 21.07.2025 18:28 Uhr

Kommentar: ...ein ganz tolles Gedankenbild...Danke

Re: Die leise Seite der Zeit

Autor: akilegna   Datum: 22.07.2025 16:29 Uhr

Kommentar: Was für ein schöner Titel und das Gedicht dazu - wie Jens beschreibt: Stil-Leben auf wundervolle Art bezaubernd!
Liebe Grüße
Angelika

Re: Die leise Seite der Zeit

Autor: Christopher Steffler   Datum: 22.07.2025 23:03 Uhr

Kommentar: Herzlichen Dank für eure Kommentare zu meinem Gedicht. Es freut mich sehr, dass meine Zeilen euch berührt und Gedanken angestoßen haben.

Wolfgang: es bedeutet mir viel, dass dich der Text an einen Ort begleitet, den du gern näher kennenlernen möchtest. Vielleicht ist es genau dieser Zwischenraum, in dem Worte still wirken dürfen.

Alf, auch deine Worte „Sehnsucht und Hoffnung – die Zauberworte der Menschenwelt“ greifen das Herzstück des Gedichts wunderbar auf. Manchmal sind es die leisen Sehnsüchte, die uns am meisten bewegen.

Jens: deine Beschreibung als „Still-Leben“ hat mich sehr angesprochen. Dieses Bild passt treffend zu dem Gefühl, das ich beim Schreiben hatte... eine Momentaufnahme zwischen Außenwelt und Innenraum.

Tom, danke auch dir für das „Gedankenbild“! Genau das wollte ich zeichnen: nicht laut, nicht bunt, aber mit Tiefe und Richtung.

Angelika: dein Lob zum Titel und dein Rückblick auf Jens' Gedanken freut mich besonders. Dass das Gedicht für dich eine „wundervoll bezaubernde“ Seite der Stille sichtbar macht, ist ein schönes Geschenk.

Eure Rückmeldungen sind für mich wie kleine Lichtpunkte und sie lassen die Stille nicht nur klingen, sondern auch antworten.

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