Ich stell mir vor, wie es wohl wäre,
wenn, grad am End von meinem Leben,
ich fiehle nicht in eine Leere,
sondern es würde mir nochmal gegeben...

Oh, ich wüsste, was ich täte!
Ich würd so manches anders machen.
So viele Samen, die ich anders säte,
wo ich einst schlief, würd' ich nun wachen.

Ich gösse Wasser auf so manche Flammen
und ließe andere Feuer brennen,
hielte mein Lieb und Gut zusammen,
würde Freund und Feind besser erkennen.

Ich ließe vieles nicht geschehen
und würde wiederum andres tun.
Wo ich früher nichts gesehen,
ließ ich die Hände nun nicht ruh'n.

Ich machte sicher neue Fehler,
übereifrig wär ich am korrigieren.
Hätte von einem mehr auf meinem Zähler,
würd' anderes dafür verlieren.

Würd' ich am End genauso stehen?
Hätte es besser ich gemacht?
Oder würde ich wieder gehen,
ohne, dass es was gebracht?

Ließe man mir eine Wahl,,
so wählte ich ein stilles Grab.
Was - der ganze Scheiß nochmal???
Nein - ich lehnte dankend ab!


© Verdichter


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Kommentare zu "Wie neu geboren..."

Re: Wie neu geboren...

Autor: Alf Glocker   Datum: 11.09.2022 8:37 Uhr

Kommentar: Ja!

LG Alf

Re: Wie neu geboren...

Autor: Jens Lucka   Datum: 11.09.2022 20:54 Uhr

Kommentar: Hihi... Etwas Ähnliches schrieb ich auch bereits. Diese Gedanken beschleichen wohl so Manchem.

Liebe Grüße, Jens

Re: Wie neu geboren...

Autor: Sonja Soller   Datum: 14.09.2022 20:15 Uhr

Kommentar: Tolles Gedicht, liebe Verdichter.

Wenn wir noch einmal geboren werden würden, so glaube ich, wir würden die gleichen Fehler wieder machen.

Herzliche Abendgrüße aus dem nicht fehlerfreien Norden, Sonja

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