Wir reden morgen

© Pixabay

Der Mensch spricht,
… oftmals nicht,
verschiebt die Sorgen,
wir reden morgen.

Der Mensch lügt,
den anderen betrügt,
verschiebt die Sorgen,
wir reden morgen.

Der Mensch weint,
war nicht so gemeint,
verschiebt die Sorgen,
wir reden morgen.

Der Mensch hat Wut,
klären wäre gut,
verschiebt die Sorgen,
wir reden morgen.

Der Mensch schlägt,
sich nicht verträgt,
verschiebt die Sorgen,
wir reden morgen.

Der Mensch führt Kriege,
Tod, Elend, keine Siege,
verschiebt die Sorgen,
es gibt kein morgen ...


© Wolfgang Sonntag


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Kommentare zu "Wir reden morgen"

Re: Wir reden morgen

Autor: Verdichter   Datum: 19.03.2022 12:53 Uhr

Kommentar: Lieber Wolfgang, da holst du mich gerade völlig ab. Hast du in mein Leben gelinst?
Das Herz weiß es schon längst, aber man möchte manche Wahrheiten einfach nicht eingestehen. Hat man dann geredet, stellt man fest, dass man es früher hätte tun sollen. Man sieht nur mit dem Herzen gut...

Gruß, Verdichter

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 19.03.2022 14:23 Uhr

Kommentar: Ich danke dir herzlich liebe Verdichter,
du hast die Tiefe meines Gedichts erkannt. Ja, der Mensch wartet oft bis es zu spät ist. Dabei haben wir doch diese nützliche Erbanlage ... die menschliche Sprache.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Alf Glocker   Datum: 19.03.2022 17:36 Uhr

Kommentar: ja, erstens das und zweitens sind manche gar nicht ansprechbar...leider

Liebe Grüße
Alf

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 19.03.2022 19:07 Uhr

Kommentar: Vielen Dank lieber Alf,
dein Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Sonja Soller   Datum: 19.03.2022 19:40 Uhr

Kommentar: Lieber Wolfgang,
ich kann meinen "Vorrednern" in allem nur zustimmen.
Das Leben ist nicht einfach!!!

Herzliche Abendgrüße aus dem nachdenklichen Norden, Sonja

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 19.03.2022 20:28 Uhr

Kommentar: Danke liebe Sonja,
ja, das Leben wäre ohne Menschen einfacher :-)
Liebe Abendgrüße aus der auch nachdenklichen Mitte
Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Jens Lucka   Datum: 20.03.2022 17:18 Uhr

Kommentar: Ja, ein Problem löst sich nicht durch Schweigen. Es wird schlimmer.

Liebe Grüße

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 20.03.2022 17:47 Uhr

Kommentar: Vielen Dank lieber Jens,
ja, da hast du recht.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Michael Dierl   Datum: 21.03.2022 0:31 Uhr

Kommentar: Ich kann mich nur an alle Kommentare anschließen! Super gemacht mit Tiefsinn! Es ist auch die menschliche "Schwäche" alles zu verschieben, auch sein Gewissen und seine Moral!

lg Michael

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 21.03.2022 1:23 Uhr

Kommentar: Ja, lieber Michael,
der Mensch hat zu viele Schwächen.
Ich danke dir und wünsche dir eine gute Nacht
Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 21.03.2022 6:03 Uhr

Kommentar: Ein herzliches Dankeschön
auch an meine vielen unregistrierten Besucher, die mir ja zum Teil nicht unbekannt sind.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Faith   Datum: 21.03.2022 9:45 Uhr

Kommentar: Lieber Wolfgang,
Punktlandung würd ich sagen. Grandioses und sehr starkes Gedicht.
Reden in einer Beziehung, egal welcher Art ist das um und auf, damit sie dauerhaft funktionieren kann. Und das Aufschieben hat es noch nie besser oder leichter gemacht... lg michi

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 21.03.2022 10:46 Uhr

Kommentar: Vielen Dank liebe Michi,
du hast es mit deinem Kommentar auch auf den Punkt gebracht.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Janet Bleiker   Datum: 19.09.2025 8:51 Uhr

Kommentar: Lieber Wolfgang

dein Gedicht ist ein Spiegel, der die Wahrheit ungeschönt vor Augen führt.
Zu oft erkennen Menschen erst, wenn die Zeit schon flieht, dass das Leben zu kurz ist, um alles auf morgen zu verschieben. Sie stapeln Sorgen auf, schieben Worte und Taten hinaus – und merken nicht, dass jeder verschobene Augenblick unwiederbringlich ist.
Deine Worte erinnern daran, dass es Mut und Achtsamkeit braucht, das Heute zu sehen, zu handeln, zu fühlen. Dass es notwendig ist, die Menschen, die wir lieben, anzusehen, die eigenen Gefühle zuzulassen und nicht zu warten, bis das Morgen zu spät kommt.
Danke, dass du diese Wahrheit so klar und eindringlich in Worte gefasst hast. Sie berührt, öffnet die Augen und lässt erkennen, wie kostbar jeder Moment ist.

Herzliche Grüße
Janet

Re: Wir reden morgen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 19.09.2025 10:02 Uhr

Kommentar: Liebe Janet,
ich bin positiv überrascht, dass du dieses etwas ältere Gedicht von mir gelesen und kommentiert hast. Deine wertvollen Worte unterstreichen meine Zeilen. Dafür danke ich dir herzlich.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Wir reden morgen

Autor: Janet Bleiker   Datum: 19.09.2025 10:51 Uhr

Kommentar: Lieber Wolfgang,
ich lese gerne, wie Menschen wie du ihre Gedanken und Gefühle auf Papier weben.

Und das tue ich bei dir immer wieder – wie heute, weil ich an meinem freien Tag auf dem Balkon sitze. Die Tasse Kaffee in den Händen, während die Sonne sanft durch die Blumen scheint und die Vögel weben leise Melodien in die Luft.

Deine Gedichte und Geschichten begleiten mich immer wieder, berühren mich, lassen mich innehalten und tief nachdenken. Ich freue mich auf alles, was noch aus deiner Feder fließen wird, und wünsche dir und all denen, die du im Herzen trägst, wunderbare, lichtvolle Tage voller Ruhe und kleiner Wunder.

Liebe Grüße
Janet

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