Hundert Jahr' was is' nur mit euch alln' geschehn',
damals konnt' man sich noch in die augen sehn'.
Heut' sind alle beschäftigt mit ihrm' Handy,
Suchen auf Lovoo und Tinder ihr Candy.

Damals hat man nach ein Rendevouz gefragt,
geschaut dass man vor den andern' herrausragt.
Heut' alles gezeichnet von nem' ideal,
wer hat die meistn' likes?;was is' das ne qual.

Von Wertn' wie Ehrlichkeit oder Treue,
kann keiner von euch redn' ohne Reue.
Könnt ihr nicht sehn' ohne böse zu richtn',
die Wunder erkenn' zwischen all' den Pflichtn'.

Träum' von einer Welt in Einklang und Liebe,
wo jeder so sein kann wie ihm beliebe.
Wo wir alle könn' in alln' Farben strahlen,
gegenseitig bewundern statt' zu prahlen.

Ja so wünsch' ich mir die Welt in hundert Jahrn',
wenn wir sie bis dahin nich' vor die Wand fahrn'.


© Manuel Schwenking


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Kommentare zu "100 Jahre"

Re: 100 Jahre

Autor: Michael Dierl   Datum: 29.09.2020 1:08 Uhr

Kommentar: Tja, wer weiß was in 100 Jahre ist. Ich glaube dass wir dann alle zu Asche verbrannt wurden - Stichwort Klima! Schön gedichtet! Gruss Micha

Re: 100 Jahre

Autor: Verdichter   Datum: 01.10.2020 18:37 Uhr

Kommentar: Wenn Sprache derart vergewaltigt wird, nur damit sie halbwegs in den Reim passt, dann kann ich das einfach nicht gut finden. Vor 100 Jahren hätte man so etwas nirgendwo veröffentlichen können...

Gruß, Verdichter

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