Wälder stehen fahl und dürr!
Schwärzer wird die Welt pro Tag!
Sie ist leider im Geschirr –
was wohl keiner denken mag –
von Magnaten und von Massen,
die sich tierisch gehen lassen…

Mörder, die in Tempeln beten,
vermehren sich wie Ungeziefer
und in deren wüstem, steten
Sturm, liegt täglich immer schiefer,
was die Wirklichkeit betrifft –
das Bewusstsein scheint bekifft!

Frauen warten auf die Häscher!
Ihr Schicksal ist fatal besiegelt:
Sie sind wie Fische in dem Kescher.
Die Türe wird für sie verriegelt,
die in Recht und Freiheit führt!
dämlich ist wer das nicht spürt!

Hungernde bevölkern Straßen!
„Bildung“ heißt nun das Rezept!
Mit ihr wird wohl schon alles passen?
Doch mit diesem Wahnkonzept
steuert man in eine Richtung,
die geprägt ist von Vernichtung!

Künstlich eine Klasse prägen,
die nicht vererbt ist, ist absurd.
Besser wär’s doch abzuwägen:
Wer kann was schon von Geburt?
Menschen pflegen falsche Träume
und sie fällen dabei Bäume!

Denn der Platz für alle Seelen
ist ganz einfach nicht vorhanden.
Wasser und auch Nahrung fehlen!
Sie ersetzt man durch Girlanden
aus den primitivsten Lügen –
nur um die Wahrheit zu verbiegen!

Warum soll wer dagegen sein,
daß ganze Heere von Elenden,
mit dem Wahnsinn im Verein,
uns den Grund zum Ende spenden,
das wahrhaft deutlich sichtbar ist?
Seht die Wälder, kahl und trist!


© Alf Glocker


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Kommentare zu "Schwarz und kahl und trist!"

Re: Schwarz und kahl und trist!

Autor: Bluepen   Datum: 20.09.2020 15:55 Uhr

Kommentar: Lieber Alf,

ich habe eben beim Lesen die Nachrichten vor meinem geistigen Auge gesehen!

LG - Bluepen

Re: Schwarz und kahl und trist!

Autor: Karl Hausruck   Datum: 20.09.2020 23:23 Uhr

Kommentar: Wenn ich mich selbst zitieren darf:

Bald haben die widerlichen Strategen alles durch den Darm gejagt. Nie mehr fruchtbare Öden hinter den Herrschenden.
Unersättliche Gier frißt den Tieren die Erde weg. Scheißt nie mehr lebbaren Schlick.
Schon klingt kein Lied mehr. Ragt kein Marmorbild. Alle Hoffnung ist gefahren, wo das Ende unausweichlich vor Augen steht.
[LiteratPro, Gegenstück, Krankensaal]

Nie mehr lebbaren Schlick malen wie ein Bild von Hieronimus Bosch.

K.H.

Re: Schwarz und kahl und trist!

Autor: Herbert Kaiser   Datum: 21.09.2020 2:28 Uhr

Kommentar: Ja, eine traurige Sache, das Ganze... Und ich befürchte, es wird nicht besser. Toll beschrieben, lieber Alf.

Lg Herbert

Re: Schwarz und kahl und trist!

Autor: Alf Glocker   Datum: 21.09.2020 8:01 Uhr

Kommentar: Vielen Dank lieber Karl - ja wir müssen uns auf allerhand gefasst machen...vielen Dank für den Kommentar!

LG Alf

Leider wird es tatsächlich immer schlimmer werden, lieber Herbert. Ich danke Dir für den Kommentar!

LG Alf

Re: Schwarz und kahl und trist!

Autor: Alf Glocker   Datum: 22.09.2020 7:14 Uhr

Kommentar: Liebe Bluepen - so langsam träume ich nachts noch von den Nachrichten...

LG Alf

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