Einmal habe ich geredet
wieder will ich es nicht tun
einmal habe ich geredet
nichts als Schweigen weiß ich nun

Ich lege meine Hand auf meinen Mund
und kann nun nicht mehr reden
vom Klagen ist die Seele zwar noch wund
und fern von Eden

Doch lege ich die Hand auf meinen Mund,
verschließe ihn,
du, aller Dinge Ursprung und ihr Grund,
lass mich nun ziehn

Denn deine Größe habe ich gesehen
vor deiner Größe kann ich nicht bestehen
vor deiner Größe bin ich zu gering, zu klein
vor deiner Größe kann man Klagen nicht mehr sein

Ich lege meine Hand auf meinen Mund
ich will nun nicht mehr sprechen
denn deine Größe tatest du mir kund
mein Klagen mir zu brechen

Einmal habe ich geredet,
ich will es nicht mehr tun,
einmal habe ich geredet,
nichts als Schweigen weiß ich nun.


© liegt bei mir ;)


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Beschreibung des Autors zu "Hiob"

Mein Gedicht bezieht sich auf die Geschichte von Hiob, eine alte Geschichte aus der Bibel über einen Mann, der nie etwas Böses getan hat und trotzdem furchtbares Leid erfährt und Gott dafür anklagt und schließlich antwortet ihm Gott auf seine Anklage -aber er erklärt nicht das Leid, sondern verweist nur auf die Größe und Unbegreiflichkeit der Schöpfung. Darauf antwortet Hiob "Siehe, ich bin zu gering. Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund. Einmal habe ich geredet, ich tue es nicht wieder, ein zweites Mal, doch nun nicht mehr" (Hiob, Kapitel 40, Verse 3-5 nach der Einheitsübersetzung)



Kommentare zu "Hiob"

Re: Hiob

Autor: Wörterwurm   Datum: 09.08.2018 23:36 Uhr

Kommentar: Sei mir nicht böse, aber man könnte deine Kommentare viel besser verstehen, wenn du Satzzeichen verwenden würdest.

Re: Hiob

Autor: Wörterwurm   Datum: 09.08.2018 23:54 Uhr

Kommentar: Warum willst du mich denn böse machen? Wenn du mich böse machen willst, musst du jemanden, den ich liebe, etwas böses tun.
Aber weil du eine andere Meinung hast als ich, deshalb bin ich dir nicht böse, das wäre doch seltsam.
Über Gott mag jeder sagen oder schreiben, was er für richtig hält. Eigentlich ging es mir mit dem Gedicht auch nur darum, zu überlegen, wie Hiob sich in der Geschichte gefühlt haben könnte. Weil ich diese Geschichte total schwierig finde.

Du hast natürlich recht, in der Welt würde man sich auch manchmal "Satzzeichen" wünschen.

Trotzdem kann ich deine Kommentare ohne Satzzeichen nur schwer verstehen und falls du willst, dass ich sie verstehe, kannst du das durch das Verwenden ebendieser fördern. Weil so weiß ich tatsächlich nur teilweise, worauf du hinaus willst.

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