Regen nässte mich auf dem Treidelpfad,
drängte mich unter eine Brücke.
In die trockene Nässe fuhr ich ein.
Nächtens reden Ultraschaller, Mikroweller
auf mich ein,
Errichten ein verbales Imperium aus Unsinn, Angst und Kot.
Früh morgens telefonierte meine Frau mich an
um für mich Unverständliches zu besprechen.
So schnell es ging fuhr mit dem Rad ich davon.

In der Kneipe dachten Männer über Homosexualität
und die rückten ab von mir, die früher schlüpfrigen Witzen trauten.
Homosexuelle sind mir aus Tschetschenien vertraut,
als Verfolgte.

Kraut und Nesseln standen nass am Pfad,
abgebrochener Baum lag mit der Krone im Fluss.
Dahlien schienen rot, gelb und blau aus Gärten.


© hartmut


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Kommentare zu "Regen"

Re: Regen

Autor: devatomm   Datum: 13.09.2017 16:04 Uhr

Kommentar: die alternative der alternative wird auch manchmal schon alternativer Unsinn aber ein schönes gedicht für microwellen die bringen nur alles zum explodieren gerühter teilchen.

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