Wieder ein Mensch gestorben.
Einfach so aus dem Leben gerissen,
noch gar nicht alt,
mein Alter,
vielleicht auch jünger.
In solchen Momenten denke ich mir,
wie viel wertvolle,
unwiederbringliche Lebenszeit
ich vergeudet habe
um mich über Dinge und Menschen aufzuregen,
die es keine Minute wert gewesen sind.
Wie viele schöne Dinge
ich vor mir herschiebe
und es dann mit Alltag entschuldige,
sie nicht zu tun.
Wie viel Dinge
nehme ich mir jetzt vor zu tun,
wie sehr möchte ich,
ab jetzt,
mein Leben ändern
und genießen.
Und wie schnell
werde ich diesen Augenblick,
dieses Gefühl von Freiheit
und unbegrenzten Möglichkeiten
vergessen
weil mir der Alltag dazwischen gekommen ist.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Warum ist mein Leben so voller
Wahrheit? Ich trinke Morgens
für Stunden Kaffee. Denke an
Märchen, Engel, Wunder und
Paradiese. Und Musik spielt im
Kopf. Und Tänze wecken den Tag.
Und [ ... ]