Die Löwin hat ihr Opfer ausgewählt,
und während sie sich selbst noch quält,
schärft sie geschmeidig ihre Krallen,
um über ihre Beute herzufallen.
Ihr Herz ist kalt von vielen Wunden,
die sie in ihrem Leben eingesteckt.
Nur Liebe hat den Hunger neu geweckt,
den Schmerz hat sie noch nicht verwunden.
Nun schlägt sie ihre Zähne in das Tier,
das ihr zu nah kam. Sie riecht das Blut
und der Geruch des Blutes tut ihr gut.
Und wie von Sinnen frönt sie ihrer Gier,
denn weil die andren sie nicht lieben lassen,
hat sie gelernt, sich selbst dafür zu hassen.
Ich sehe das Leben als Geheimnis.
Als Traum. Als Spiel. Als Reise.
Und ich weiss: "Die Augen! Die
Ohren! Die Worte!" Und die
Phantasie. Und das Denken finden
nur Gold. Mit etwas Mut. Mit [ ... ]
April ist ein Maler mit Pinseln im Wind,
er malt jeden Tag, wie es ihm gerade gelingt.
Ein Tupfer aus Sonne, ein Strich aus Regen
und plötzlich tanzt ein Bogen dem Himmel entgegen.
Mag sein, wies den Anschein hat, doch recht vermessen,
daß das was wir denken, das wir je besessen,
doch nur als geborgt und geliehen sich zeigt.
Die Tränen von weit her die darob [ ... ]
Ein jeder hat es schon erlebt,
dass trübe Zeit ins Leben dringt,
kein Sonnenstrahl den Himmel hebt
und still das Herz in Schwere sinkt,
indes das Auge leise weint.
Trilogie : Zyklus Licht und Schatten
Leise Bewegungen des Herzens
Diese drei Gedichte sind kleine Wegmarken eines inneren Jahres. Sie erzählen von der Wärme des Herzens, vom stillen Wunder [ ... ]