Wir verstecken uns hinter Namen und Nick’s
lassen unseren Persönlichkeiten freien Lauf,
schreiben, was wir uns nie zu sagen trauen,
handeln auch einmal neben der Etikette,
wir sind anonym.
Wir schreiben unsere Gefühle, unseren Frust von der Seele,
niemand kennt uns, wir sind das was wir vorgeben,
kaum einer wird den waren Menschen hinter den Zeilen erkennen
sind zerbrechlich, frustriert, ängstlich, einsam,
wir sind einsam - in einer virtuellen Welt voller „Freunde“
Wir moralisieren, wo wir gewöhnlich schweigen,
verurteilen, wo wir eigentlich immer wegsehen,
lassen die Sau raus, dabei werden wir sonst kaum bemerkt,
schimpfen nörgeln, pöbeln und diskriminieren,
wir sind gerecht und mutig.
Versteckt hinter Monitoren, in den eigenen vier Wänden,
lassen wir unser Bedürfnis nach Macht heraus.
Verurteilen den Pranger des Mittelalters und prangern an,
heute ist es ein lebenslänglicher Pranger.
wir sind zivilisiert
Niemand kann uns dabei sehen,
wie wir, mit Worten, die Persönlichkeit anderer Menschen herabsetzen.
Niemand bemerkt unsere Selbstgerechtigkeit,
wenn wir Menschen, für ihr Anders sein, verurteilen.
wir sind anonym
Die Welt der Träume. Und die Welt
des Denkens. Wenn sie auf Reise
gehen. Feste leben. Im Cafe sind.
Musik hören. Sich die Hand geben.
Und das Leben wecken. Und die
Liebe finden. Dann lebt [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]