Du schreibst im Verborgenen, wo kein Feuer brennt,
auf Blättern, die die stampfende Menge nicht kennt.
Du sezierst diese Welt, scharf, unerbittlich und bloß,
wo ihr Glanz alles frisst und die Leere wird groß.

Du nennst dich Antiheld, frei von jedem Kalkül,
kein Ruhm hält dich fest, kein erkauftes Gefühl.
Du siehst in dem Gelde den eisigen Hohn,
der die Würde verspottet auf goldenem Thron.

Du säst Träume aus Licht auf den steinigen Grund
und sprichst für die Werte dir wund den Mund.
Du meißelst noch Sinn in den harten Granit,
wo die Menge im Taumel vor der Klarheit flieht.

Ein Geist, der dem Takt dieser Welt sich entzieht,
der den Wahn und das Gift dieser Epoche sieht.
Ein Funke, der tief in den Klüften entflammt,
wo man Menschen nur nach ihren Zahlen verdammt.

Für suchende Seelen ein Kompass bei Nacht,
der still über wankende Schritte wacht.
Kein falsches Idol, das sich käuflich verneigt,
sondern Tiefe, die mutig die Wahrheit uns zeigt.


© Max Vödisch


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