In engen Straßen wohnt das Schweigen leise,
zieht wie ein Schleier durch die dunklen Hallen.
Die Stumme wandert auf verborgner Reise,
wo ihre Schritte lautlos niederfallen.
Sie ist das Licht, das nachts die Fenster weckt,
ein Ton, der sacht durch jede Ritze dringt.
Doch wenn der Tag sie in die Kälte streckt,
verstummt das Lied, das niemand für sie singt.
Sie ist die Rose, die im Schatten steht,
ihr Stängel ruht im kalten Staub der Zeit.
Ein Duft, der still durch dunkle Nächte weht,
während ihr Herz sich selbst im Gram entweiht.
Sie ist ein Lied, das keiner je vollendet,
ein Vers, der sich im bleichen Nebel bricht.
Ein Buch, das offen liegt, doch niemand wendet,
weil niemand ihre stille Wahrheit spricht.
Und hinter allem glimmt ein Funke Leben,
der von den Wunden spricht, die niemand heilt.
Ein leises Lied, dem Schatten Worte geben,
das nur im Dunkel dieser Stunde weilt.
Bin spät dran, sowas mir sonst nie passiert
Normalerweise meine Verspätung nicht gross variiert
Heute scheint es anders, noch kurz eine Zigarette paffen
Heute scheint es, könnte ich es [ ... ]
Mutterschiff
Morgens
Augen auf
Der Blick ins Mutterschiff, ins Smartphone
Fragen:
Wie habe ich geschlafen?
Wie wird das Wetter?
Wie stehen meine Sterne?
Habe ich Likes?
Bin ich [ ... ]
In einer stillen Stunde
hab ich einmal nachgedacht,
über Gott und auch die Welt,
über Menschen und das Geld,
ob Geld den Menschen wohl verdirbt,
und er am Ende einsam stirbt,
oder still [ ... ]