Vor langer Zeit
wartete ich
auf die Erfüllung meiner Wünsche.
Erst später spürte ich,
dass meine Erwartungen
nicht durch Andere entstehen,
sondern in mir.
Inzwischen haben sich
meine Wünsche in Hoffnungen verwandelt.
Ohne Anspruch.
Seitdem beobachte ich anders.
Ich lausche dem Lied einer Amsel.
Ich frage mich,
ob sie über Freude singt,
von Vergänglichkeit,
über das Leben eines Vogels
oder vom Leben selbst.
Ich kenne ihre Sprache nicht.
Und doch
berührt sie etwas in mir,
das keiner Übersetzung bedarf.
Weil Freude keine Grenzen kennt.
Weil Trauer überall auf der Welt
dieselben Tränen hat.
Weil Hoffnung Grenzen überwindet.
Und Liebe niemals fragt,woher ein Herz kommt.
Seitdem betrachte ich auch die Wolken anders.
Sie malen Bilder an den Himmel.
Ich bemerke kleine wilde Blumen,
die zwischen Steinen blühen.
Manche nennen sie Unkraut.
Für mich erzählen sie von Freiheit,
von Natur und der Kraft des Lebens.
Vielleicht liegt das Glück
nicht am Ende erfüllter Erwartungen.
Vielleicht wartet es im ersten Licht des Morgens
im Duft einer Blume,
im Lied einer Amsel.
Es war immer da.
Kommentar:Liebe Angélique,
sehr schöne Zeilen, in denen sich mancher wiederfinden kann. Es sind sehr oft die kleinen Dinge, die unser Leben bereichern.
Liebe Grüße
Regina
Du hast immer sehr gute Gedanken.
Einen klaren Kopf. Und einen
wahren Blick für dss Leben. Und
dafür findest Du auch die Sprache.
Daher kommt die bezaubernde
Schönheit dieser Gedichte. Ich
wünsche Dir das Beste! MfG Klaus
Kommentar:Liebe Angélique,
bei meinen Forum-Stichproben las ich dieses Gedicht von dir. Mit deiner warmherzigen schnörkellosen Schreibweise stichst du heraus und berührst die Seele.
Ich bin froh, dass es im Forum noch einige Stamm-Autorinnen/Autoren gibt. Den ein oder die andere mit größeren Pausen; dann die Freude des Wiedersehens (Wiederlesens).
Bleib gesund.
Liebe Grüße Wolfgang
Kommentar:In der Hoffnung geboren,
in der Hoffnung verreist,
speist der Mensch, Leben.
Er sieht Gottes Geist hingegen, all derer die ihn
dazu belehren wollen, dass es ihn nicht gibt.
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht
dessen was man hofft,
und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11, 1
Bin spät dran, sowas mir sonst nie passiert
Normalerweise meine Verspätung nicht gross variiert
Heute scheint es anders, noch kurz eine Zigarette paffen
Heute scheint es, könnte ich es [ ... ]
Mutterschiff
Morgens
Augen auf
Der Blick ins Mutterschiff, ins Smartphone
Fragen:
Wie habe ich geschlafen?
Wie wird das Wetter?
Wie stehen meine Sterne?
Habe ich Likes?
Bin ich [ ... ]
In einer stillen Stunde
hab ich einmal nachgedacht,
über Gott und auch die Welt,
über Menschen und das Geld,
ob Geld den Menschen wohl verdirbt,
und er am Ende einsam stirbt,
oder still [ ... ]