Ein Wort – ein Stein, ins Wasser gesetzt,
kaum fällt er, zieht er flüchtige Ringe,
die Zeit verwischt, was er verletzt,
verliert sich leise im Grund der Dinge.

Doch Worte können Stege schlagen,
aus Nähe, die im Denken glüht.
Sie helfen, fremde Last zu tragen,
wenn still Vertrauen Wurzeln zieht.

Was hilft Applaus aus weiter Ferne,
der kalt an Herz und Zweifel streift?
Ich such mir leise, wache Sterne,
an denen selbst das Zögern reift.

Ein klarer Blick, ein Ohr, das bleibt,
sind selten in der lauten Zeit;
sie geben Halt, wenn etwas treibt,
und formen Nähe aus Einsamkeit.


© Max Vödisch


3 Lesern gefällt dieser Text.



Unregistrierter Besucher

Diesen Text als PDF downloaden




Kommentare zu "Vom Wert der Worte"

Es sind noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben zu "Vom Wert der Worte"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.