Ich habe diesen Text geschrieben, weil es Momente gibt, in denen das Leben uns zwingt, stehenzubleiben. Nicht aus Wahl, sondern weil etwas in uns zerbricht, das wir lange zusammengehalten haben. In solchen Augenblicken zeigt sich, was wir im Alltag überdecken: alte Wunden, alte Muster, alte Wahrheiten, die sich nicht länger verstecken lassen.
„Durchlässig“ ist aus einem solchen Moment entstanden. Aus der Erfahrung, dass das Zerbrechen nicht das Ende ist, sondern der Anfang eines ehrlicheren Weges. Dass das, was wir verdrängen, nicht verschwindet, sondern wartet — geduldig, wie Wasser unter einem Stein. Und dass Loslassen manchmal weniger Kraft kostet als Festhalten. Ich wollte einen Text schreiben, der nicht erklärt, sondern begleitet. Einen Text, der zeigt, dass Durchlässigkeit keine Schwäche ist, sondern eine Form von Reife. Dass Wunden nicht verschwinden müssen, um uns ganz zu machen. Und dass das stille Ja zu unseren Brüchen oft der erste Schritt zu uns selbst ist. Dieses Gedicht ist eine Einladung, das Zerbrechen nicht als Niederlage zu sehen, sondern als eine innere Alchemie: ein Prozess, der uns verwandelt, wenn wir ihm Raum geben.J/L
Kommentar:Lieber Joachim, sehr gerne Deinen Worten, den geschriebenen und den zwischen Deinen Zeilen, gefolgt. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist unermesslich. Mich hast Du damit berührt.
Herzliche Grüße in einen feinen Abend - Harald (Tom)
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Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
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Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
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Und keiner weiss [ ... ]
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Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
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Der Geier singt ein Lied.
Der Löwe fliegt zur Post.
Der Bär kauft ein Klavier.
Und die Sonne scheint.
Und die Welt spielt. Und
jeder Traum findet Gold.