Menschen zu berühren,
Menschen mit ihren Gefühlen zu entführen.
Zu sehen, was sie empfinden, ohne sie wirklich zu kennen,
meine Gabe, mich in diesem Spiegel zu trennen.
Es ist Stärke und Last, dieses sehende Verstehen,
weil nur im Gefühl die Wahrheiten bestehen.
Verletzte Gesichter, Narben und Geschichten,
zu erkennen, zu erfahren und zu sichten.
Das wirklich zu tun, wonach man sich sehnt,
weil die Zeit sich nicht ewig zu seinen Gunsten dehnt.
Wir sind menschlich, sterblich, zerbrechlich im Kern,
doch genau diese Echtheit hab ich so gern.
Also lass uns wählen, statt nur zu bestehen,
und nicht wie Treibholz im Strom untergehen.
Ich liebe das Leben, wenn ich etwas fühle,
auch Bitteres, Hartes, das ungeliebte „Gemüse“.
Die goldenen Fesseln der Gesellschaft,
vergiss das Geld, Ruhm und die Macht.
Ich will weinen, leiden, sehen und erleben,
in Linien tanzen, das ist mein Bestreben.
Danke für die Herausforderungen, die du mir gibst,
auch wenn es Tage gibt, an denen es mich zerfrisst.
Dankbarkeit, das Licht, das im Dunkeln verglüht,
weil man im Verstehen doch nur tiefer bemüht.
Das Leben ist einfach, ein schlichtes Bestehen,
doch wir sind zu komplex, um es jemals zu sehen.
„Er weiß, dass ich ihn genug liebe, um die Ungewissheit auszuhalten.“
Der Schlusssatz aus Into the Wild steht hier als Ausgangspunkt für eine Betrachtung des „sehenden Verstehens“.
Ein Nachdenken über die Narben, die uns formen, und den Mut, die scheinbare Sicherheit hinter uns zu lassen, um sich der unverstellten Wahrheit des Gefühls auszusetzen.
Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
getragen von Stimmen, doch kennt man ihn nicht.
Ein Flüstern wird lauter, ein Schatten wird groß,
und plötzlich erscheint etwas völlig [ ... ]
Noch hielt mich nicht der erste äußre Drang,
der mich beständig vorwärts treiben hieß;
im Takt der Pflicht verging mein früher Gang,
dem fremden Maß ich folgte, [ ... ]
Der Treppe fehlt eine Stufe.
Die eine Stufe zum Leben. Die
eine Stufe zur Erkenntnis. Die
eine Stufe zur Kunst. Die eine
Stufe zur Liebe. Morgens
war die Stufe einfach weg.
Und keiner weiss [ ... ]
Wenn Lebenslinien sich kreuzen
Fallen Sterne in einen tiefen süßen Schlaf
Hand in Hand gemeinsam sein, solange beide Herzen brennen
Glück ist nicht planbar
Unglück auch nicht
Das Selbst [ ... ]
Der Geier singt ein Lied.
Der Löwe fliegt zur Post.
Der Bär kauft ein Klavier.
Und die Sonne scheint.
Und die Welt spielt. Und
jeder Traum findet Gold.