Menschen zu berühren,
Menschen mit ihren Gefühlen zu entführen.
Zu sehen, was sie empfinden, ohne sie wirklich zu kennen,
meine Gabe, mich in diesem Spiegel zu trennen.
Es ist Stärke und Last, dieses sehende Verstehen,
weil nur im Gefühl die Wahrheiten bestehen.
Verletzte Gesichter, Narben und Geschichten,
zu erkennen, zu erfahren und zu sichten.
Das wirklich zu tun, wonach man sich sehnt,
weil die Zeit sich nicht ewig zu seinen Gunsten dehnt.
Wir sind menschlich, sterblich, zerbrechlich im Kern,
doch genau diese Echtheit hab ich so gern.
Also lass uns wählen, statt nur zu bestehen,
und nicht wie Treibholz im Strom untergehen.
Ich liebe das Leben, wenn ich etwas fühle,
auch Bitteres, Hartes, das ungeliebte „Gemüse“.
Die goldenen Fesseln der Gesellschaft,
vergiss das Geld, Ruhm und die Macht.
Ich will weinen, leiden, sehen und erleben,
in Linien tanzen, das ist mein Bestreben.
Danke für die Herausforderungen, die du mir gibst,
auch wenn es Tage gibt, an denen es mich zerfrisst.
Dankbarkeit, das Licht, das im Dunkeln verglüht,
weil man im Verstehen doch nur tiefer bemüht.
Das Leben ist einfach, ein schlichtes Bestehen,
doch wir sind zu komplex, um es jemals zu sehen.
„Er weiß, dass ich ihn genug liebe, um die Ungewissheit auszuhalten.“
Der Schlusssatz aus Into the Wild steht hier als Ausgangspunkt für eine Betrachtung des „sehenden Verstehens“.
Ein Nachdenken über die Narben, die uns formen, und den Mut, die scheinbare Sicherheit hinter uns zu lassen, um sich der unverstellten Wahrheit des Gefühls auszusetzen.
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Zuerst zu beachten wär' wohl dabei,
die Herrn der Schöpfung, sind nicht einerlei,
am besten vermutlich einfach gemacht,
so habe ich es für mich ausgedacht:
Die Rotbuche gibt ihr Kupfer frei,
der Ahorn legt sein Feuer nieder,
und über abgeernteten Feldern
zieht der Wind die Spuren des Sommers
in die feuchte Erde.