bekanntermaßen sagt man ja das www vergisst nicht, so betrachtet sind wir ja schonmal auf einem guten Weg wenn man so möchte. Natürlich frägt man sich als Schreibender, was einmal mit alledem geschehen wird. Nun ich bin anhanglos, doch selbst wenn dem nicht so wäre, hat man auch mit eigenen nachfolgenden Generationen, die ja ihr eigenständiges Leben haben, oftmals auch eigene andere Prioritäten, auch keine Garantie ob Gedankenfäden aufbewahrt oder sogar im besten Falle wertgeschätzt würden.
Selbst mein Partner meinte einmal auf die Frage, wenn ich nicht mehr wäre, ob er sich meine Rezitationen noch anhören würde wenn ich einmal nichtmehr wäre, entschieden NEIN.
Nun ja, was soll man dazu sagen - ich denke, gerade bei uns beiden wäre es eine Art der möglicherweise schönen Erinnerung oder des Gedenkens. Doch um jemanden in Erinnerung oder gar im Herzen zu bewahren, braucht es selbst auch das geschriebene oder gesprochene Wort nichtmal.
Vielleicht hegen wir zu hohe Ansprüche an unsere Mitmenschen, wenn wir in uns die Hoffnung tragen, irgendjemand würde sich vielleicht durch unser 'Tun' einmal an uns erinnern, ich weiß es nicht genau, habe mich jedoch schon öfter gerade mit diesen Gedanken befasst.
Was mit all dem angesammelten Zeugs einmal passieren wird, nun man kann sagen, hinter mir die Sintflut, sollen sie es doch in einfach in die Tonne kippen - solange ich lebe freue ich mich an diesen Dingen die mich umgeben und dies jeden einzelnen Tag!!!
Ein nachdenklich machender Text von dir aber überaus nachvollziehbar!
LG Uschi
Kommentar:Hallo Uschi,
solange man Freude daran hat zu Schreiben, sollte man das auch tun! Was Kinder und Enkelkinder anbelangt, haben diese verständlicherweise andere Prioritäten. Ich selbst habe auch erst mit über Fünfzig angefangen regelmäßig zu schreiben.
Lyrik hat zur heutiger Zeit leidert nur ein Nischendasein, aber gerade da kann man sich ja auch gut wohlfühlen!
LG
Manfred
Kommentar:Hallo,
also, ich sehe das nicht so eng mit dem "ob man's löschen sollte oder nicht". Sollen das Andere entscheiden ob's gefällt. Die Geschmäcker ändern sich mit dem Alter. Gedichte schreiben habe ich nur aus Wut darüber, um mir Luft zu machen, weil man das sehr hübsch verpacken kann, und der angesprochen dann nicht weiß wie's gemeint ist, weil es ja ein Gedicht ist. So ist man dann irgendwann auf den Geschmack gekommen, für die Eltern eines zu schreiben, für Freunde auf Geburtstagskarten usw. und ab ca. 40 Jahren hat man so viel geschrieben, auch aus einer Laune heraus, weil man darin wirklich alles verpacken kann. Und irgendwann kamen dann Bilder dazu. Ist einfach eine nette Sache.
Kommentar:Ja, lieber Manfred, ich denke mal, diese Frage wird immer offen bleiben. Hat man Nachfahren, die ebenso wie wir am Schreiben interessiert sind, könnte es sein, dass man unsere Texte sogar als Inspiration ansieht. Ist dies nicht der Fall, werden unsere Werke, die heute im Netz stehen, irgendwann in der Versenkung verschwinden, weil die Blog Initiatoren sie vermutlich löschen werden. Auch wenn es heißt, das Netz vergisst nie, muss man schon gezielt nach uns Hobby-Autoren suchen, denn wer, außer Bekannte, Freunde, kennt unsere Namen. Hat jemand allerdings Bücher mit seinen Werken herausgegeben, werden seine Gedanken vielleicht noch Jahre in den Bücherregalen weiterleben. Im Hier und Jetzt macht Schreiben jedenfalls Spaß. In diesem Sinne weiterhin viele inspirative Momente und lG in Deinen Abend, Helga
Kommentar:Hallo Michael,
die Gründe zu schreiben sind vielfältig, ob als Tagebucheinträge, Forenposts oder Verlagsveröffentlichungen. Da Lyrik heutzutage nur ein Nischendasein fristet werden die Werke früher oder später in Vergessenheit geraten. Bis dahin lass uns schreiben solange es Spaß macht.
Danke fürs Reinschauen und Reflektieren!
LG
Manfred
Hallo Helga,
vielleicht kommt ja mal wieder eine Zeit in der das Wort als "Kunstform" mehr geschätzt wird.
An Inspiration fehlt es mir zum Glück nicht und mein nächster Bildgedichtband steht schon in den Startlöchern.
Danke fürs Interesse und dein bestätigendes Feedback!
LG
Manfred
dein Gedicht berührt mich, gerade weil es diese stille Frage stellt, was von uns bleibt, wenn wir selbst verschwinden. Die Dinge kann man verschenken oder verbrennen – aber die Worte haben ihren eigenen Weg.
Ich glaube, dass Texte länger atmen, als wir denken. In meinem Gedicht „Père Lachaise – Garten der Namen“ habe ich versucht zu zeigen, dass Worte wie kleine Spuren sind, die sich in der Zeit festsetzen. Vielleicht verwehen Bits, aber manches bleibt hängen – manchmal genau dort, wo wir es nicht erwarten.
Vielleicht ist das unsere leise Form von Weiterleben.
Kommentar:Hallo Max,
ein schöner Gedanke, "diese leise Form von Weiterleben!"
Ich habe vor kurzem mal ein paar ältere Texte von mir in einem anderen Forum angeschaut und war erstaunt, dass manche mittlerweile weit über tausend Aufrufe erhalten haben.
Danke fürs Reflektieren und LG
Manfred
Kommentar:Lieber Max, diese Fragen stellen sich wohl sehr viele Menschen, besonders Künstler, was bleibt und was verweht oder vergeht mit uns. Wir selbst werden es wohl nie erfahren, aber wer weiss. Es hat bereits Maler und Dichter gegeben, deren Werke später irgendwo in Schubladen gefunden wurden, die nie damit gerechnet hätten, dass man sie jemals finden würde und vor allem nicht, dass sie durch die Welt gehen würden. Oder zum Beispiel die Tagebücher der Anne Frank, das kleine Mädchen wollte einfach schreiben, was sie bewegt und erlitt, wovon sie träumte. Ihr Vater hat es später vermarktet, aber darauf Einfluss, dass es bis heute eines der meist verkauften Bücher geworden ist, hatte er natürlich auch nicht.
vielen Dank für deine tiefsinnigen Ergänzungen! Der Gedanke an die Tagebücher der Anne Frank oder die unentdeckten Künstler unterstreicht genau das: Wir schreiben oder schaffen oft in einer Einsamkeit, deren Reichweite wir uns gar nicht vorstellen können.
Es ist, wie du sagst – wir werden es vielleicht nie erfahren, aber genau darin liegt wohl die Demut und die Freiheit des Schreibens: Etwas loszulassen, ohne zu wissen, wo es landet.
Liebe Grüße,
Max
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Der Bär kauft ein Klavier.
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Und die Welt spielt. Und
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