Das Pflaster dämpft den Schritt der Vielen,
ein Strom aus Zeit, der uns umschließt.
Wir treiben still in Zwischenzielen,
solang die Nacht vorüberfließt.

Die Fenster sehen ohne Blick,
sind aus blind gewordenem Glas gebaut.
Und was uns trägt, fällt Stück für Stück
in eine Stille, die sich staut.

Kein Wort, das bleibt, kein Hauch, der hält,
nur Klang aus Atem, Stein und Stahl.
Und was uns trennt in dieser Welt,
wird hingenommen, Mal um Mal.

Doch unter allem, dicht und grau,
schlägt etwas fort, das uns erkennt,
im Morgenglanz, im Abendtau,
wenn man uns wieder beim Namen nennt.


© Max Vödisch


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