Kommentar:Hi, mit Zeit ist eigentlich die Vergänglichkeit gemeint. Das Wort Zeit hört sich besser an als Vergänglichkeit. Denn sie ist unverhandelbar brutal. Das merkt man erst, wenn man so einiges auf dem Buckel hat und das Ende in Reichweite rückt und die Einschläge immer näher kommen. Dann ist es wie Krieg, den man nicht abschütteln kann. Sie ist grausam und wahr! So hat es mal der Schauspieler Herbert Grönemeyer in dem Film "Das Boot" ausgedrückt! Aber ich bin trotzdem Optimist und denke manchmal kindisch - alles nur Lügen der Erwachsenen, die uns Angst machen wollen hahahahhaaaaaa...... Krieche dann zurück in mein Schneckenhaus und mache es mir bequemerererer! :-))
gegen Schneckenhäuser an und für sich ist wohl überhaupt nichts einzuwenden. Ich sammle sie sogar, wenn ich welche im Wald beim Spazierengehen entdecke, natürlich leere ohne Inhalt um meine Hauswurzen (Sempervivum) die ich dekorativ in allerlei alte Backformen, Espressokannen usw. einsetze, damit zu verschönen.
Die Zeit ist immer relativ und eigenartigerweise ein Thema, womit ich mich schon unzählige male beschäftigt habe und noch immer tue. Sie ist nicht wirklich definierbar, denn die Maßeinheit für sie, zwar in Jahren, Monaten,Tagen Stunden und Minuten usw., gerade sie kommen uns oftmals so verschieden vor.
Mal scheint wirklich jemand auf den Zeigern zu hocken und sie wollen und wollen nicht weitergehen und ein anderesmal läuft sie geradezu und man kommt fast nicht mit mit ihr.
Vielleicht ist es, so wie du schreibst, dass man mit zunehmenden Jahren eine andere Sicht auf sie bekommen mag, ganz sicherlich sogar. Die Unbeschwertheit ist mitunter dahin, die uns früher so manches recht einfach erscheinen hat lassen.
Oder aber man hat einfach 'mehr Zeit' um sich mit Selbiger an sich zu befassen, auch dies mag sein... Gerade wir der schreibenden Zunft, mögen vielleicht Empfindungen in Worte zu kleiden, die andere ähnlich haben, es jedoch nicht ventilieren können.
Dein Kommentar hat in mir ein kleinwenig wehmütige Erinnerungen wachgerufen wo du meintest 'die Einschläge kommen immer näher' den genauso hat sich mein Poetenfreund Ralf immer ausgedrückt, der nunmehr schon ein Jahr nicht mehr ist....
Wann ist wohl die richtige die rechte Zeit um abzudanken? Er hatte zumindest keine Angst oder Furcht vor dem Danach, wenngleich 62 Jahre meines Erachtens doch zu früh sind, wir können es aber nur bedingt beeinflussen.
Es kann schon sein, dass alles nur Lügen der Erwachsenen sind, wer weiß denn schon, was die uns nicht noch alles auftischen im Laufe der Zeit!!! Da bin ich so ganz bei dir!!!
Ich danke dir jedenfalls für dein Befassen mit dem Text und schicke liebe Grüße zu dir!
Uschi
Kommentar schreiben zu "Im Immerweit"
Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.
Erstaunt verweile ich im Lauf der Zeit,
betrachte still, was Menschen wichtig nennen;
wofür sie kämpfen, woran sie sich erkennen,
und fordern Anteilnahme, weit und [ ... ]
Einst lebte eine braune, große Stute auf einem wohlhabenden Reitergut. Sie war klug und lernte schnell, was ihr beigebracht wurde. Doch die Stute gehörte einem strengen Herrn, der sie unentwegt [ ... ]
Der Moment, da die Schuhspizen über den Rand einer Klippe ragen , das Mark in den knochen zu gerinnen beginnt und der Geist zwischen Abchied und Heimweh gemeinsame Tränen vermischen, ist der [ ... ]
Ein Schiff aus Nacht, aus Harz und alten Speeren,
getränkt vom Schweigen längst versunk'ner Zeit.
Kein Steuermann – nur Sterne, die nicht kehren,
ein Kranz aus Licht im Kleid der [ ... ]