Durch eine grüne Brille

Es ist ein weicher Steg, der zu dir führt.
Es riecht nach Schmetterlingen und Blütenpollen.
Facetten der Schatten, das Erkennen von Schönheit,
gemalte Bilder und geschwungene Linien,
die verzieren, was einem Traum ähnelt.

Du

Wie der Film „Wie ein einziger Tag“, das erste Treffen.
Nervosität, das Herz schlägt und da ist sie.
Bunt und leer zugleich, selbstbewusst, fast esoterisch.
Wie eine Matheaufgabe, die ich nicht lösen kann,
aber lösen will.

Du

Stunden verstrichen, Schritte vergingen,
Emotionen flossen wie ein Wasserfall.
Ich sah Verletzung, Verzweiflung und Grün.
Dunkelgrün. Hellgrün. Neu erschaffenes Grün.
Ich sah die Welt mit anderen Augen.
Vergrünt.

Du

Das Herz voller Ketten, Kälte, Mauern und vor allem Angst.
Schlüssel, Wärme, Dynamit und ein Hauch von Vertrauen.
Trotzdem wäre ich gern einfach da,
doch du trägst noch zu viel in dir.
Es ist noch zu früh für dich.

Du

Worte sind zu wenig, Gefühle sind zu viel.
Wie soll ich beschreiben, was ich gerade verspüre?
Du kannst es nicht, und ich konnte es nicht akzeptieren,
aber jetzt ist es okay für mich,
und ich lasse dich jetzt gehen.

Du

Ich bin grünverliebt und ironischerweise sehe ich die Welt vergrünt,
und mein Herz wird sich bemühen, weiter zu blühen.

Und das, was bleibt, wird eine Blume sein.

Für mich.


© Paul Decker


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