Der Stein in deiner Brust, so schwer,
verliert sein dunkles Schweigen bald.
Ein leises Licht steigt hinterher
und bricht die Finsternis mit sanfter Gewalt.

Die starre Hülle fällt entzwei,
die Schatten weichen ohne Hast.
Die Sonne macht dein Herz nun frei
und hebt den Blick von aller Last.

Sieh hin, wo gestern Nebel lag,
blüht still ein Garten aus der Nacht.
Er öffnet sich im Morgentag
und hält für dich die neue Wacht.


© Max Vödisch


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