Die Uhr in mir steht still und schweigt,
hat sich der Zeit längst abgeneigt.
Ich treibe haltlos, ohne Ziel,
verloren in des Daseins Spiel.

Ein Sturm hat mich hinausgetragen,
ließ keine Antwort auf mein Fragen.
Er warf mich weit ins weite Meer,
wo Anfang endet – und nichts mehr.

Die Wellen flüstern Ewigkeit,
verschlingen Luft und auch die Zeit.
Ich bin nur Staub in ihrem Raum,
ein flüchtiger, vergess’ner Traum.

Doch tief in mir ein Sehnen brennt,
das keinen Ort und Namen kennt:
Gib mir ein Licht, gib mir ein Land,
reich mir im Dunkel deine Hand.

Ein Paradies wird meine Wunden heilen,
wo Angst und Schatten nicht mehr weilen.
Ein stilles Reich, fern aller Pein –
dort möchte ich geborgen sein.

Asyl im Traum, im Herzen weit,
jenseits von Sturm und Einsamkeit.
Wo nichts mich trifft, mich nichts zerreißt,
nur Frieden in meiner Seele kreist.


© Max Vödisch


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Kommentare zu "Träumerisches Asyl"

Re: Träumerisches Asyl

Autor: Jens Lucka   Datum: 06.05.2026 17:09 Uhr

Kommentar: Ja, dort lässt es sich verweilen ;-))

Liebe Grüße von Jens

Re: Träumerisches Asyl

Autor: Max Vödisch   Datum: 06.05.2026 17:39 Uhr

Kommentar: Hallo Jens,

danke dir für deinen Kommentar. Manchmal tut es gut, sich für einen Moment in solchen Räumen niederzulassen.

Liebe Grüße
Max

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