Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten
und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten,
wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört,
weil jeder den anderen im Eifer zerstört –
dann sucht man den Ort, der noch Menschlichkeit kennt,
ein Gesicht ohne Maske, ein Wort, das nicht brennt,
ein Blick, der dich hält, wenn die Welt um dich bricht,
ein Auge, das sieht – und verurteilt dich nicht.
Doch wenn selbst die letzten Hoffnungen versagen,
wenn Zweifel sich mehren in Herzen und Tagen,
dann zieht sich der Mensch, von sich selbst fast entzweit,
ins Dunkel zurück, fern von Lärm und von Streit.
Und findet er einen, der ehrlich noch spricht,
so wächst aus der Stille ein vorsichtiges Licht;
denn Wahrheit bleibt leise, ein heilender Kern
und Menschlichkeit leuchtet – unendlich und fern.
Kommentar:Sehr passend und leider habe ich derartige Dinge des öfteren erlebt, durch meinen Beruf, fühlen sich einige Menschen berufen, im Netz unschöne Dinge zu verbreiten. Dann beginnt man sich zurückzuziehen.
Herzliche Grüße und es ist wirklich ein super gutes Gedicht,
danke dir herzlich für deinen einfühlsamen Kommentar. Es tut mir leid, dass du auch solche Erfahrungen gemacht hast – genau solche Situationen haben mich zu diesem Gedicht bewegt. Umso wichtiger ist es, die Menschlichkeit nicht aus den Augen zu verlieren.
Herzliche Grüße
Max
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