Dein Schatten bewegt sich vom Flimmern der Kerzen.
Als Leinwand hast du dieses Laken gespannt.
Du zündest beim Rekeln den Takt meines Herzens.
Ich lausch den Konturen auf trennender Wand.
Dein Drehbuch wirkt fesselnd und das in schwarz-weiß.
Als Darsteller ist mein Pokal dir gewiss.
Noch nie war ein Film so erotisch und heiß.
Mir war nie bewusst, wie gelenkig du bist.
Gefangen im Netz meiner Adern gespannt,
verglühend auf's Ende zu warten,
kamst du, mich erregt, aus der Leinwand gerannt,
mit mir endlich den Hauptfilm zu starten.
Wo lebt Gott? Das ist die Frage!
Kein Denken mehr mit Maske.
Kein Wort mehr ohne Licht. Kein
Blick mehr mit Lügen. Kein Weg
mehr ohne Herz. Nur Klarheit.
Und das Leben ohne Wunden.
Und [ ... ]
Die Kerzen leuchten warm und hell,
Ein letztes Mal in diesem Haus, so schnell.
Familie kommt von nah und fern,
Ein jeder Blick ein kleiner Stern.
Die Kinder lachen, spielen froh, [ ... ]