In dieser Nacht war ihre Liebe besonders zärtlich.
Eigentlich hatte das Wunder schon am Nachmittag begonnen,
als sie verträumt durch die Straßen schlenderten,
Hand in Hand, die Gewissheit ihrer Liebe genießend.
Dann saßen sie bei Kerzentlicht auf der Terrasse,
das Meer rauschte in der Ferne, die Sterne sahen zu,
das sanfte Licht des Mondes erhellte den Tisch,
der mit allerlei Köstlichkeiten beladen war, dazu kühler Wein.
Noch einmal sehr beschwingt, und wieder Hand in Hand,
waren sie in ihr Haus zurückgekehrt und hatten,
ohne Umschweife, ohne überflüssige Worte,
das Schlafzimmer betreten und sich sofort ausgezogen.
Nach vielen Küssen und zärtlichen Berührungen,
saß sie in seinem Schoß, die Gesichter ganz dicht,
während sie sich küssten, drang er in sie ein
und ihre Liebe war das Schönste, was es auf Erden gibt.
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]