An einem der Abende, an dem es wie so oft recht spät geworden war,
traf ich auf dem Weg zum Hotel auf eine kleine Gruppe am Straßenrand.
Ein Mann und zwei Frauen, alle drei schon reichlich beschwipst,
nach ihrem lauten Gelächter und ihrem konfusen Reden zu urteilen.
Als ich mich anschickte, an ihnen vorbei zu gehen, sprach mich der Mann an.
Ich käme gerade zur rechten Zeit, sie hätten nichts mehr zu trinken,
ob ich ihnen nicht zum Ausklang dieses wunderschönen Abends
ein Fläschchen Rum spendieren wolle, es müsse nicht der teuerste sein.
Ich gab ihm etwas Geld, er ging um eine Ecke und besorgte Nachschub.
Die Flasche machte sofort die Runde und trug zur weiteren Erheiterung bei.
Irgendwann sagte der Mann, er müsse jetzt gehen und nahm seine Frau mit,
sie ließen mich mit der jüngeren allein, die schwankend meinen Arm umklammerte.
Sie gab mir feuchte Zungenküsse und allein ihr Atem machte mich fast besoffen.
Dann musste sie pinkeln, hockte sich einfach an den Straßenrand, als sie mich
dann auch noch anpumpen wollte, sie brauche Geld für ein Taxi oder so was,
verabschiedete ich mich und überließ sie und die leere Flasche der lauen Nacht.
Kommentar:Lieber yupag,
beim Lesen deiner Geschichte entsteht eine gewisse Vorfreude. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Interessant, erwartungsvoll und mit einem offenen Ende geschrieben. Das Bild mit diesem Hauch Erotik passt.
Liebe Grüße Wolfgang
Kommentar:Danke, die Geschichte ist genau so passiert und auch das Bild ist echt, was nicht immer der Fall bei meinen Geschichen ist, viel sind fiktiv.
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Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]