Sie flimmern, sie leuchten, sie flüstern so sacht,
wie Sterne, die träumen in mondlicher Nacht.
Dein Blick ist ein Strom, der durch Adern mich zieht,
ein silbernes Singen, das Sehnsucht verglüht.
Sie schimmern, sie sehnen, sie wissen so viel,
wie Mondlicht, das küsset den schlafenden Kiel.
In irisnem Glanze, so zärtlich und klar,
liegt all meine Wonne, mein Atem, mein Jahr.
Sie tragen Geheimnis in schweigendem Klang,
ein Funkeln, das ewig in Herzen empfang.
Zwei Sonnen, zwei Tore zu Welten so fern,
sie halten mein Dasein in liebendem Stern.
Sie malen mit Farben, die Tränen versuchen,
mit Lichtern, die zärtlich die Seele beruchen.
Ein Lächeln darin, wie ein Frühling erwacht,
rettet mich immer aus dunkelster Nacht.
Sie blitzen, sie tauen, sie atmen mich an,
mehr Wahrheit als alle Gedichte ersann.
In ihrem Gewässer, so tief und so rein,
will ich für immer versunken sein.
Sie geben, sie nehmen, sie tragen mich fort,
zu Häfen der Seele, wo Worte zergehn.
Dein Sehen ist Wandern auf seidenem Pfad –
ich folge und weiß nicht, wohin es mich hat.
Sie kennen die Stille, wenn Worte verwehn,
die Brüche im Spiegel, die keiner gesehn.
Gerade darum, weil sie alles verstehn,
ist ihr jetziges Strahlen so zärtlich und schön.
Sie glänzen, sie wärmen, sie finden, sie sehn,
sind Heimat für alles, was ich je vergehn.
Wenn Augen so reden – o wunderlich Spiel –
dann weiß ich: Dies Zaubern, das fühlt sich so viel.
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]